Markt für Luxusimmobilien beruhigt sich da und dort

Markt für Luxusimmobilien beruhigt sich da und dort

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Weltweit sind die Preise für Luxusimmobilien letztes Jahr um moderate 1,8 Prozent angestiegen. Nach den sehr hohen Anstiegen in der Vergangenheit registriert die Immobilienagentur Knight Frank in ihrem Wealth Report 2016 eine Beruhigung des Markts.

Die Wohnorte für Gutbetuchte sind noch immer die gleichen: Monaco, London, Paris, Honkong, St. Moritz, Genf und Zürich gehören dazu. Das absolut teuerste Pflaster ist das kleine Fürstentum der Grimaldis an der Côte d‘Azur. Wie aus dem Wealth Report 2016 der weltweit tätigen Luxusimmobilienagentur Knight Frank hervorgeht, gibt’s dort für eine Million Dollar gerade mal 17 mickrige Quadratmeter Wohneigentum. In Genf bekommt man für das gleiche Geld immerhin schon deren 40.

Doch so teuer diese Wohnorte auch sind, die Immobilienpreise im Luxussegment scheinen sich zu stabilisieren. Weltweit sind sie letztes Jahr zwar um 1,8 gestiegen, aber längst nicht in allen teuren Städten. So gab es zum Beispiel in Genf, St. Moritz und Crans Montana Preisrückgänge, wie die NZZ in einem Artikel zum Wealth Report schreibt. In Genf geht man von einer Überhitzung des Markts und dem starken Franken als Grund für dieses Minus aus, in St. Moritz und Crans Montana vermutet man die Ursachen unter anderem in der Annahme der Zweitwohnungsinitiative. In Paris sind Luxusimmobilien ebenfalls günstiger geworden, und zwar zum ersten Mal seit längerer Zeit. „Nach Einschätzungen von Fachleuten dürfte dies auf die allgemeine Verunsicherung zurückzuführen sein, die durch die Attentate muslimischer Extremisten ausgelöst worden war“, schreibt die NZZ hierzu. In London sind die Preise gestiegen, aber nur noch um ein einziges Prozent. Dieses schwache Wachstum führt Knight Frank in seinem Report in erster Linie auf die Einführung neuer Liegenschaftssteuern zurück, die vor allem Ausländern den Kauf von Immobilien schwerer machen.

Natürlich gibt es aber auch Wohnorte, die beim Preisanstieg neue Rekorde geschrieben haben. Knight Frank führt hierzu den Prime International Residential Index. Angeführt wird diese Rangliste für 100 Städte von Vancouver mit einem Plus von 24,6 Prozent, gefolgt von Sidney, Schanghai, Istanbul und München. Die erste Schweizer Stadt (Zürich) taucht auf Platz 32 auf und verzeichnet ein Plus von drei Prozent. (mt/pd)

Den vollständigen NZZ-Artikel mit Grafiken und Listen finden Sie hier