Mammutzahn im Kieswerk „gebaggert“

Mammutzahn im Kieswerk „gebaggert“

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Im Kieswerk Eschenbach LU hat der stellvertretende Werkmeister Peter Honauer erneut einen Mammutstosszahn gefunden. Es ist der dritte Mammutzahn, der im Kieswerk entdeckt wurde.

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Peter Honauer mit dem prähistorischen Fundstück.

Vorgestern Dienstag stiess Peter Honauer, stellvertretender Werkmeister des Kieswerks Eschenbach, mit seinem Bagger auf einen Mammutstosszahn. Der Zahn mit einem Durchmesser von neun Zentimetern stammt von einem Jungtier, das vor etwa 29'000 Jahren im gestorben ist. – Allerdings war dies für Honauer keine Premiere: Er hat bereits 2013 und 2000 einen vergleichbaren Fund gemacht.

Weil der er Stosszahn vom Bagger erfasst wurde, ist jedoch nur ein etwa 75 Zentimeter langes Mittelstück erhalten geblieben. Mittlerweile ist das prähistorische Fundstück einem spezialisierten Labor in Goch (D) zur Konservierung übergeben worden. Wie der Kanton Luzern mitteilt, wird es anschliessend vermutlich im Naturmuseum Luzern aufbewahrt.

Die Eschenbacher Mammutfunde stammen aus einer bis zu 30 Meter mächtigen Kiesschicht, die in vergangenen letzten Eiszeit während einer Warmphase vom Schmelzwasser abgelagert wurde. Dass im Luzerner Seetal nur Stosszähne und Zähne geborgen werden, erklären Fachleute mit der Entstehung der Fundschicht: Weil Zähne härter als Knochen sind, konnte ihnen die reissende Strömung des Schmelzwassers nichts anhaben.

Die bisherigen Eschenbacher Stosszahnfunde werden im Naturmuseum Luzern aufbewahrt. (mai/pd)