Luzerner Psychiatrie plant Neubau in St. Urban

Luzerner Psychiatrie plant Neubau in St. Urban

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Teaserbild-Quelle: Visualisierungen zvg

Am Standort St. Urban der Luzerner Psychiatrie soll ein Neubau mit fünf neuen Psychiatriestationen entstehen. 36,3 Millionen Franken sollen hierfür ausgegeben werden. Nun wurde das Baubewilligungsverfahren eingeleitet.

Die Luzerner Psychiatrie (lups) ist an 21 Betriebsstandorten im Kanton Luzern präsent. Das Behandlungsspektrum umfasst Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Erwachsenen- und Alterspsychiatrie. Am Standort in St. Urban soll nun ein Ersatzneubau entstehen. Als Grundlage hierfür dient das Projekt „animula“ aus der Feder der Architekten Ewa Misiewicz und Janik Blazej (MOC Arbeitsgemeinschaft, Basel). Es war 2014 als Sieger aus einem Wettbewerb hervorgegangen.

Wie es in einer Mitteilung von lups heisst, sind zwei kubische Baukörper mit zwei respektive drei Geschossen geplant. Gestaffelte Vor- und Rücksprünge der Fassade, Einschnitte der Terrassen und Spazierhöfe sowie ein separater Demenzgarten sorgen für eine eigenständige architektonische Sprache, die den Bezug zu den bestehenden Gebäuden dennoch wahrt.

Fünf Stationen mit insgesamt 100 Betten sollen in den beiden Gebäuden untergebracht werden, deren Grundrisse alle gleich klar organisiert sind. Erschlossen werden sie alle vom Haupttreppenhaus mit einem Betten- und Personenlift. Wie lups schreibt, orientiert sich die Raumphilosophie an den Patienten- und Mitarbeiterbedürfnissen. Sie biete Raum für Begegnung und Rückzug sowie kurze Wege für Mitarbeiter und Patienten. Im Zentrum jeder Station ist ein offener Wohnbereich geplant. Die Ein- und Zweibettzimmer sind nach aussen gerichtet, damit ein Weitblick in die Parkanlage möglich wird.

Die Stationen können flexibel und polyvalent genutzt und in verschiedene Sektionen unterteilt werden. So könne ein Stationsbereich als autonomer Sicherheitsbereich funktionieren, heisst es. Die Terrassen sind ausserdem so gesichert, dass sie als frei zugängliche Aussenbereiche genutzt werden können.

Drei der fünf geplanten Stationen sind für die Alterspsychiatrie vorgesehen, zwei davon als Akutstationen. Die dritte dient der spezialisierten Langzeitpflege. Des Weiteren wird es eine Station für affektive Störungen geben sowie eine Psychotherapiestation. Bislang verfügte die Luzerner Psychiatrie nicht über ein solches Angebot. Patienten mussten sich ausserkantonal behandeln lassen.

Wenn alles nach Plan läuft, wird der bestehende Altbau (Haus C) aus den 80er-Jahren im Juli abgerissen. Die Bauarbeiten am Neubau sollen dann Ende August starten. Der Bezug ist für Ende 2018 geplant. (mt/pd)