Luzerner Metro-Projekt in finanziellen Schwierigkeiten

Luzerner Metro-Projekt in finanziellen Schwierigkeiten

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: zvg

Die bisherige Firma hinter dem Luzerner Metro-Projekt steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Über die Metro Luzern Holding von Financier Franz Zihlmann wurde der Konkurs eröffnet. Die Initianten halten am Projekt fest und wollen mit anderen Geldgebern weitermachen.

Mitinitiant Marcel Sigrist bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda Informationen von "20 Minuten online". Das Bezirksgericht Luzern hatte den Konkurs bereits am 11. September 2015 eröffnet. Die Liquidierung sei aufgrund einer Betreibung eingeleitet worden, sagte Sigrist weiter. Diese habe keinen Einfluss auf den Fortbestand des Projekts. Es gebe weitere Investoren, die Interesse an der geplanten Metro bekundeten, sagte Sigrist.

Investor und Immobilienunternehmer Franz Zihlmann konnte auf Anfrage keine Angaben zum Konkurs machen. Er stehe nach wie vor hinter dem Projekt, sagte er. Er wolle sich auch weiter finanziell engagieren.

Die Idee einer Metro vom Stadtrand zum Schwanenplatz war 2013 von Privaten aufgebracht worden. Das Projekt umfasst im Gebiet Ibach nördlich der Stadt Luzern zwei Parkhäuser für 3500 Autos und 80 Reisebusse. Die Realisierung kostet geschätzte 400 Millionen Franken.

Politisch steht das Projekt im Gegenwind. Die Regierungen von Stadt und Kanton bevorzugen ein neues 150-Millionen-Franken-Parkhaus im Musegghügel. Die privat finanzierte Metro laufe der bisherigen Verkehrspolitik zuwider und stehe in Konkurrenz zum öffentlichen Verkehr, argumentierten sie. (sda)

Mehr Infos zum Projekt finden Sie hier