Luzern vom motorisiertem Verkehr entlasten

Luzern vom motorisiertem Verkehr entlasten

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Private lancieren ihre Idee zur Lösung der Verkehrsprobleme in der Stadt Luzern: ein unterirdisches Parkhaus für 27 Cars und 672 Autos. Das fünfstöckige Terminal soll unter dem Musegg-Hügel entstehen.
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Die Zu- und Wegfahrt des Parkhaus Musegghügel erfolgt über die Geissmattbrücke, mit direktem Anschluss an die Autobahn A2 bei der Ausfahrt Luzern-Zentrum.

Das Ingenieurunternehmen «ewp bucher dillier AG» will die Strassen der Luzerner Innenstadt und die Seebrücke vom motorisierten Individualverkehr entlasten. Es schlägt deshalb den Bau eines Parkhauses unter dem Luzerner Musegg-Hügel vor. Ihre Idee löse zudem das Problem der Carparkplätze, zeigen sich die Initianten überzeugt.

Vom Parkhaus zu Fuss in die Altstadt

Das unterirdische Parkhaus mit fünf Etagen soll Platz für 27 Cars und 672 Autos bieten. Die Zufahrt zum Terminal unter dem Musegg-Hügel erfolgt durch einen 360 Meter langen Tunnel ab der Geissmattbrücke bei der Autobahnausfahrt Luzern Zentrum. Vom Parkhaus gelangen die Fussgänger durch eine 100 Meter lange unterirdische Passage zum Falkenplatz in der Altstadt. Die oberste Ebene des Parkhauses führt direkt zur Museggstrasse. Ein zum Parkhaus gehörender Lift würde für Touristen die Museggmauer im Bereich des Schirmerturms erschliessen. Laut den Initianten könnte das Parkhaus zudem an die geplante Nordtangente angeschlossen werden.

Die Investitionen von rund 120 bis 150 Millionen Franken sollen private Investoren tragen. Laut den Initianten sollen sich die Steuerzahler und die öffentliche Hand nicht an den Kosten beteiligen müssen. Erste Gespräche mit Pensionskassen, Parkhausgesellschaften und Investmentfonds haben bereits stattgefunden. Das Interesse sei gross, schreiben die Initianten. Die Realisierung des Parkhauses soll sechs Jahre dauern. Geplante Eröffnung ist 2020. Als nächstes wollen die Promotoren das Projekt beim Stadtrat eingeben und bis 2015 ein Vorprojekt ausarbeiten.

Konkurrierendes Metro-Projekt

Allerdings ist das geplante Parkhaus unter dem Musegg-Hügel nicht die erste Idee, wie die Luzerner Innenstadt vom Car- und Auto-Verkehr entlastet werden könnte. Bereits im Juni präsentierten ebenfalls private Initianten eine Machbarkeitstudie für eine Metro vom Stadtrand zum Schwanenplatz am See. Diese würde vom Gebiet Ibach in der Nähe der Autobahnanschlüsse Emmen Süd über zwei Kilometer zum Touristen-Hotspot führen. In Ibach sollen Parkhäuser für 3500 Autos und 80 Cars gebaut werden, dafür wäre mit Kosten von 400 Millionen Franken zu rechnen. Die Stadt und der Kanton Luzern verlangen von den Metro-Initianten, dass diese bis Ende 2013 zentrale Fragen geklärt haben. Dabei geht es um die Wirtschaftlichkeit, die Auswirkungen auf den Verkehr sowie die Akzeptanz bei Tourismus und Gewerbe. (gd)