Lohnerhebung SBV: Durchschnittslöhne um 0.6 % gestiegen

Lohnerhebung SBV: Durchschnittslöhne um 0.6 % gestiegen

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Teaserbild-Quelle: MichaelGaida / pixabay.com
Löhne leicht gestiegen

Die Baumeister zahlen «gute und faire Löhne». Zu diesem Schluss kommt der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) in seiner aktuellen Lohnerhebung. Der Durchschnittslohn liegt bei über 5‘800 Franken. Auch viele Mitarbeitenden der untersten Lohnklasse profitieren gemäss der Erhebung. 

Wie der SBV mitteilt, zahlt das Bauhauptgewerbe schon heute die mit Abstand höchsten Handwerkerlöhne. Über 40‘000 Lohnmeldungen stützen die Ergebnisse der Lohnerhebung 2018. Obwohl es keine Übereinkunft mit den Gewerkschaften über eine Lohnerhöhung gab, zeigt sie laut SBV, dass die Bauunternehmen 2018 dem Landesmantelvertrag (LMV) unterstehenden Personal im Durchschnitt 0.6 Prozent mehr Lohn als im Vorjahr zahlen. Damit liegt der Durchschnittslohn des LMV-Personals nun bei mehr als 5‘800 Franken pro Monat.

Der SBV ist der Ansicht, dass die Branche höhere Lohnkosten aber kaum verkraften können würde – nicht ohne starke Einbussen bei der Wettbewerbsfähigkeit und der damit verbundenen Gefährdung von Arbeitsplätzen. Dies auch, da die Unternehmen für die heutige Finanzierung der Frührente Bau zusätzlich nochmals 5.5 Lohnprozente stemmen müssen. Leistungsseitige Sanierungsmassnahmen seien laut dem Verband dringend notwendig, wie die aktuelle Erhebung der Altersstruktur auf dem Bau zeige (siehe Grafiken).

Auch unterste Lohnklassen profitieren

Von den gestiegenen Löhnen profitiert auch das Personal der untersten Lohnklasse C des LMV: Viele Baumeister hätten Angestellte dieser Klasse in die nächsthöhere Lohnklasse B heraufgestuft, so der SBV. Bei dieser Klasse liegt der Durchschnittslohn bei fast 5400 Franken, obwohl sie weder einen Lehrabschluss, noch eine spezifische Ausbildung absolviert haben. Der SBV zieht ein positives Fazit. «Die Baumeister zahlen gute und faire Löhne. Das müssen auch die Gewerkschaften zur Kenntnis nehmen», sagt SBV-Zentralpräsident Gian-Luca Lardi.

Zusammen mit der Lohnerhebung wird auch die Altersstruktur der Mitarbeitenden erhoben. So erreichen in den nächsten Jahren die geburtenstarken Jahrgänge das Alter 60. Es gebe weit mehr 50-jährige als 30-jährige Bauarbeiter, schreibt der SBV. Dieses demografische Ungleichgewicht sei kaum vorübergehend. Erst ab dem Jahrgang 1970 dürfte die Zahl der Bauarbeiter wieder leicht sinken, was für den Verband die Dringlichkeit einer leistungsseitigen Sanierung der Frührente Bau unterstreicht. (pb)