LMV-Proteste: Heute die Deutschschweiz, morgen die Romandie

LMV-Proteste: Heute die Deutschschweiz, morgen die Romandie

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Heute setzten die Gewerkschaften ihre Protestaktionen für einen neuen Landesmantelvertrag (LMV) fort: Nach den Protesten am Montag im Tessin haben heute gemäss Schätzungen der Unia 3000 Bauarbeiter auf hunderten von Baustellen in der Deutschschweiz die Arbeit nieder gelegt.

Zentraler Kundgebungsort war Zürich: Hier versammelten sich am Morgen Hunderte von Bauarbeitern in einer Seitenstrasse des Helvetiaplatzes und zogen wehenden Fahnen und lautstark mit Trillerpfeifen in einer Demonstration zum Hauptbahnhof. Weitere Bauarbeiter wurden aus verschiedenen Regionen der Deutschschweiz direkt mit Cars zum Hauptbahnhof gebracht. Dort trafen sie sich zum gemeinsamen Mittagessen.

Laut den Gewerkschaften Unia und Syna fanden sich rund 2000 Bauarbeiter in der Bahnhofshalle unter der grossen Anzeigetafel ein - gemäss einer Zählung der Nachrichtenagentur sda waren es allerdings rund 1500. Weitere Aktionen fanden in Bern und Basel statt. Insgesamt stand gemäss Unia-Sprecher Mischa von Arb heute auf rund 300 Baustellen die Arbeit still. Davon seien über 100 im Grossraum Zürich, darunter auch Grossbaustellen wie das Zollfreilager oder die Europaallee bei den Bahngleisen.

Morgen setzen die Gewerkschaften ihren Protest in der Romandie fort, es sind grosse Versammlungen in Genf und Neuenburg vorgesehen.

Verhandlungen soll es am 20. und 27. November geben. Allerdings wollen die Baumeister dann nur über die Löhne 2016 sowie den frühzeitigen Altersrücktritt sprechen, aber nicht über den Landesmantelvertrag. (mai/sda)