Leuchtturmprojekt für Basel

Leuchtturmprojekt für Basel

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Teaserbild-Quelle: zvg
Die Stadt Basel erhält eine Wohnsiedlung, die Pioniercharakter hat: Die „Schorenstadt“ der Implenia stellt das erste Wohnbauprojekt der Region dar, welches alle Kriterien des SIA-Effizienzpfades Energie erfüllt.
 
Im Kleinbasler Hirzbrunnen-Quartier entsteht ab diesen Sommer eine Wohnsiedlung, die 43 Stadthäuser und 22 Eigentumswohnungen in zwei Mehrfamilienhäusern umfasst. Doch es ist weder die Lage noch die Dimension, welche das Projekt „schorenstadt“ zu einem Leuchtturm für die Region werden lassen: Die Überbauung der Implenia ist das erste Wohnbauprojekt das Kantons Basel-Stadt, das alle Kriterien des SIA-Effizienzpfades Energie erfüllt. Das Projektvolument beträgt rund 60 Millionen Franken.
 
Dr. Hans-Peter Wessels, der Vorsteher des Bau- und Verkehrsdepartements, zeigt sich begeistert: „Die ‚schorenstadt’ wird die Entwicklung des Quartiers positiv mitprägen und als Projekt für die 2000-Watt-Gesellschaft weit über die Kantonsgrenzen hinausstrahlen.»
 

Autoreduzierte Siedlung

Das Projekt zeigt auf, wie diese anspruchsvolle 2000-Watt-Zielsetzung erreicht werden kann, indem es nur bei der Betriebsenergie, sondern auch bei der Grauen sowie der Mobilität ansetzt. «Mit der Erstellung in Holzbauweise erzielen wir bezüglich Graue Energie hervorragende Werte», erklärt Implenia-Projektleiter Silvan Bohnet. Zudem werde mit verschiedenen Massnahmen sichergestellt, dass die zukünftigen Bewohner ihre Mobilitätsbedürfnisse nachhaltig abdecken können. So handelt es sich bei der «schorenstadt» um eine autoreduzierte Siedlung mit 0,7 Parkplätzen pro Wohneinheit, die über keinen motorisierten oberirdischen Verkehr, wohl aber über Ladestationen für Elektrofahrzeuge und E-Bikes verfügt.
 
Noch in Abklärung befinden sich Massnahmen wie eine Taktverdichtung beim öffentlichen Verkehr oder das Einrichten eines Mobility Car-Sharing-Standorts. Weitere Nachhaltigkeitsmerkmale des Projekts sind die Fernwärmeversorgung mit Holzwärme oder die eigenen Photovoltaikanlagen, mit denen CO2-neutraler Strom produziert werden soll. Silvan Bohnet gibt sich überzeugt: «Die „schorenstadt“ ist die optimale Verbindung von Nachhaltigkeit und urbanem Leben.»
 
Für die Gestaltung zeichnen Burckhardt+Partner AG, Basel, verantwortlich, deren Projekt als Sieger aus einem  Studienauftrag hervorging. Hochmoderne Holzbauweise, ein üppiges Raumangebot, Tageslicht durchflutete Räume mit französischen Fenstern, grosszügige Dachterrassen und Loggien sowie Grünflächen mit Kinderspielplatz und private Gärten sind die Hauptmerkmale des architektonischen Konzepts
 
Baubeginn auf dem Schorenareal soll schon diesen Sommer sein. Ab Frühjahr 2014 werden die ersten Bewohner in die neue Siedlung einziehen. (bk)