Leuchtstäbe suchen ein Zuhause

Leuchtstäbe suchen ein Zuhause

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Zuerst sorgte die Weihnachtsbeleuchtung an der Zürcher Bahnhofsstrasse für heftige Diskussionen, dann wurde sie ersetzt und nun will keiner die ausrangierten Leuchtstäbe des „World’s Largest Timepiece“ kaufen. Darum soll sie online versteigert werden.
 
Wie die Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse mitteilt, werden die 275 Leuchtstäbe  einzeln oder als Ganzes verkauft. Wer ein Stück der Bahnhofstrassen-Beleuchtung erwerben möchte, muss für einen einzigen Stab mindestens 1000 Franken hinblättern, für die gesamte Kreation der Architekten Fabio Gramazio und Matthias Kohler 300'000 Franken. Sie kann von April bis Juni besichtigt werden. Anfang September erhält dann derjenige Bieter den Zuschlag, der am meisten für die Leuchtstäbe ausgeben will. Ende Dezember werden die Stäbe geliefert.
 
Die Chancen, dass die Leuchtstäbe dereinst wieder erstrahlen scheinen gut zu stehen. Es gebe bereits Interessenten, sagte eine Sprecherin der Bahnhofstrassen- Vereinigung auf Anfrage. Man sei deshalb zuversichtlich, dass der Verkauf in Gang komme und die Mindestgebote nicht nach unten korrigieren werden müssten. Seit ihrem letzten Einsatz im Januar 2010 liegen die Leuchtstäbe in einer Lagerhalle und warten seither auf einen Käufer. Vergangenen Advent war das „Timepiece“ durch den neuen Sternenhimmel „Lucy“ ersetzt worden.
 
Die Bahnhofstrassen-Vereinigung hat die Industrie-Auktionsfirma Troostwijk mit dem Verkauf beauftragt. Die Online-Versteigerung wird Anfang April auf www.troostwijkauctions.com aufgeschaltet. (mai/sda)