Leuchtröhren werden zum Ladenhüter

Leuchtröhren werden zum Ladenhüter

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Teaserbild-Quelle: zvg
Seit bald zehn Monaten wartet die Zürcher Weihnachtsbeleuchtung „The World's largest Timepiece" in einer Lagerhalle auf einen Käufer. Im Januar will die Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse einen letzten Versuch unternehmen, den Ladenhüter loszuwerden.
 
 
Man werde noch einmal probieren, die Röhren als zusammengehörende Lichtinstallation zu verkaufen, sagte Markus Hünig, Präsident der Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse, gegenüber der SDA. „Danach sind wir bereit, die Röhren auch einzeln abzugeben.“ Die Verhandlungsbasis für alle 275 Röhren zusammen beträgt rund 900'000 Franken. Es habe zwar einige Interessenten gegeben, sagte Hünig weiter. Doch zu einem Kauf habe sich niemand entschliessen können. Nicht einmal ein eigens für Verkaufsverhandlungen hergestellter Werbespot schaffte es, allfällige Abnehmer für das Werk der Architekten Fabio Gramazio und Matthias Kohler zu erwärmen.
 
Unbegrenzt Zeit lassen kann sich die Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse mit dem Verkauf aber nicht. Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) will seine Lagerhalle nicht ewig für die Aufbewahrung der ausrangierten Weihnachtsbeleuchtung zur Verfügung stellen. Bis spätestens Ende 2011 müssen die Röhren laut Hünig weg sein.

„Lucy“ leuchtet bald

So richtig mag sich Hünig momentan aber nicht mit den Leuchtstäben beschäftigen. Er konzentriere sich lieber auf „Lucy“, die neue Beleuchtung aus 150'000 Leuchtdioden, die gegenwärtig installiert werde, sagte er weiter. Seit einigen Tagen arbeiten sich ewz-Mitarbeiter vom Bürkliplatz in Richtung Hauptbahnhof vor. Die Strecke bis zum Paradeplatz ist bereits einsatzbereit. Ihre Premiere feiert „Lucy“ dann am 25. November um 18 Uhr. Im Gegensatz zur „alten“ Lichtinstallation, die während fünf Jahren für Diskussionen sorgte, soll „Lucy“ die Bahnhofstrasse in weihnachtlichem Licht erstrahlen lassen. Entworfen wurde die märchenhafte Lichtinstallation vom St. Galler Lichtplaner Charles Keller, dem Archiekten Daniela Marques und dem Künstler Adrian Schiess. (mai/sda)