Letzte Ruhestätte für Struppi und Tigerli

Letzte Ruhestätte für Struppi und Tigerli

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Teaserbild-Quelle: Pixelio
Derzeit wird im luzernischen Emmen ein Tierfriedhof gebaut. Im Vorfeld hatte das Projekt für Diskussionen gesorgt. Unter anderem erhoben die Betreiber des Tierfriedhofs in Läufelingen (BL) Einsprache gegen die geplante Ruhestätte.
 
 
Kleintierbesitzer, die ihre verstorbenen Lieblinge nicht zur Kadaververbrennungsstelle bringen wollen, werden froh um den Tierfriedhof sein; bis anhin gab es nur jenen in Läuflingen (BL). Mit der Ruhestätte in Emmen enststeht der schweizweit zweite Tierfriedhof. Der Landwirt Peter Bühlmann, der den Friedhof auf seinem Land baut, hat laut „20 Minuten“ bereits Anfragen von Tierhaltern bekommen. Wie die Zeitung berichtete, meldete auch das geplante Zürcher Tierkrematorium Dicentra sein Interesse an und wolle mit Bühlmann zusammen arbeiten.
 
Allerdings herrschte nicht nur Begeisterung über das Friedhofsprojekt. Nachdem das rund 2500 Quadratmeter grosse Areal auf dem Bühlmann bauen wollte von der Landwirtschaftszone zur Sondernutzungszone umgezont worden war, regte sich Widerstand: Die Betreiber des Tierfriedhofs Läuflingen erhoben Einsprache gegen die Umzonung. Der Grund: Sie fürchteten, dass mit der Bewilligung für den Tierfriedhof ein Präzedenzfall geschaffen wird. Zumal sie ihren eigenen Tierfriedhof in einer teuren Bauzone hatten anlegen müssen. Die Einsprache wurde jedoch abgewiesen, weil sie wegen der Distanz nicht Einsprache berechtigt waren.
 
Bis die ersten Tiere in Emmen bestattet werden, dauert es noch ein paar Monate. Im Frühling kommenden Jahres soll es so weit sein. Auf der parkähnliche Anlage sollen mehrere hundert Gräbern Platz zu liegen kommen. Ihre letzte Ruhe finden können hier aber ausschliesslich Kleintiere, wie Katzen, Wellensittiche oder Meerschweinchen. Das grösste Tier, das beerdigt werden könne, sei der Hund, erklärt Bühlmann in einem Artikel der „Luzerner Zeitung“. Grössere Tiere müssen kremiert werden.
 
Der Emmener Tierfriedhof wird übrigens kaum der letzte bleiben. Im September reichte die Uze AG ein ein Gesuch ein für einen Mensch-Tier-Waldfriedhof im Kobelwald (SG) ein. (mai)
 

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