„Les Arts Gstaad“ wurde überarbeitet

„Les Arts Gstaad“ wurde überarbeitet

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Das Projekt für das Kulturzentrum „Les Arts Gstaad“ ist einen Schritt weiter: Nach den Einsprachen gegen die Überbauungsordnung haben die Verantwortlichen geplanten Zentrums das Projekt angepasst. Nun prüfen sie, ob eine Neuauflage des Projekts im nächsten Jahr wegen der vorgesehenen Änderungen sinnvoll wäre.

„Einsprachen sind mitunter ein Anstoss für entscheidende Verbesserungen an einem Bauvorhaben“, wird J. Markus Kappeler, Präsident des Stiftungsrats, in einer Mitteilung zitiert. Wie er weiter erklärt, wurde diese Chance genutzt und man könne deshalb ein in vielerlei Hinsicht optimiertes Projekt ausweisen. Die extravagante Architektur – etwa für die Fassade aus Baumstämmen und an eine Kristallgrotte erinnernder Konzertsaal – stammt aus der Feder des französischen Architekten Rudy Ricciotti.  

Nun wurde das Gelände hinter dem geplanten Gebäude entlastet. Dies, weil einige Einsprachen mögliche Auswirkungen auf den Hang im Perimeter in Richtung Obergstaad betreffen, der während der Bauphase im bisherigen Projekt beansprucht worden wäre. Ebenfalls reduziert wurde die lichte Höhe des Konzertsaales, ohne dass die Akustik Einbussen erleidet. Damit kann die Tiefe der Baugrube um zwei Meter verringert werden. Dies ermöglicht es, das Parkhaus unter das Gebäude auf eine Ebene zu legen. Zudem lässt sich so auf sämtliche Untergeschosse im kritischen Bereich des Hangverlaufes verzichen.

Innenräume wurden auch überarbeitet

Auch die Raumplanung im Innern des Gebäudes wurde überarbeitet: So wurde das Foyer um einen Hof erweitert und der Ausstellungs- und Eventraum auf das Niveau der Busstation verlegt. Im Konzertsaal soll es nur noch einen Balkon geben und die Chorgalerie soll mit mechanisch verstellbaren Podien bestückt werden.

Sollte sich eine Neuauflage des Projekts als sinnvoll erweisen, werde diese im Jahr 2015 stattfinden, sagt der Präsident des Stiftungsrates. Anschliessend würde die Gemeindeversammlung über die Überbauungsordnung, entsprechende Kredite und Verträge entscheiden. „Les Arts Gstaad“ könne Realität werden, wenn die private Finanzierung stehe, hält der Stiftungsrat fest. Er ist nach eigenen Angaben zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen.

Seit Sommer 2011 ist einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, dass Private auf einem Gelände beim Bahnhof Gstaad ein Kulturzentrum bauen wollen. Die Initianten beabsichtigen, insgesamt 185 Millionen Franken zu sammeln: 100 Millionen für das eigentliche Kulturzentrum, 50 Millionen für einen Betriebsfonds und 35 Millionen für einen Fonds zur Sicherung des Yehudi-Menuhin-Festivals. (mai/sda)