Lausanne einigt sich auf ein Projekt

Lausanne einigt sich auf ein Projekt

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Seit Jahren plant die Stadt Lausanne ein neues Fussballstadion zu bauen. Allerdings lag das Projekt aufgrund Meinungsverschiedenheiten lange auf Eis. Nun kommt endlich Bewegung in die Sache.

Aufgrund veralteter Anlagen und schlechter Infrastruktur benötigt Lausanne nicht nur ein neues Fussball- und Leichtathletikstadion, sondern auch ein olympisches Schwimmbad. Wie die neuen Bauten genau aussehen und welche zusätzlichen Funktionen sie noch haben sollen, darüber war man sich in Lausanne lange uneins. Und das obwohl seit längerem ein Projekt existiert. Es heisst „Métamorphose“ und musste mehrere Male überarbeitet werden, weil es niemanden so recht zusagen wollte. Nun sollen sich die Verantwortlichen endlich geeignet haben, vermeldet die „NZZ“ in ihrer heutigen Ausgabe. Noch dieses Jahr oder zumindest Anfang 2014 dürfte das Stadtparlament einen ersten Planungskredit sprechen, damit das Jahrhundertwerk begonnen werden kann, heisst es im Artikel.

Geplant ist ein Fussballstadion im englischen Stil für 10 000 bis 12 000 Menschen. Auf ein kombiniertes Stadion mit Leichtathletik wird verzichtet, weil man der Meinung ist, dass dies nicht dem Standart à l’anglais entspricht. Dafür sollen neue ökologische Wohnungen gebaut werden. Damit die Athletiker nicht zu kurz kommen, wird das Stadion Pierre-deCoubertin in Vidy ausgebaut. Verläuft alles nach Plan, könnte 2021 die Athletissima 2021 dort stattfinden. In Malley, beim neuen Bahnhof zwischen Lausanne und Renens, soll gemäss der „NZZ“ zudem ein Schwimmbad mit Eishalle entstehen. Und in Seenähe sei ein zweites „écoquartier“ vorgesehen.

Für das Projekt rechnet man mit ungefähr 690 Millionen Franken. Davon will die Waadtländer Hauptstadt 310 Millionen Franken selber beisteuern. (ffi)