Langenthaler Architekt wird GC-Präsident

Langenthaler Architekt wird GC-Präsident

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Titel gewonnen, Trainer und Präsident verloren: Der Zürcher Fussballklub GC will am Mittwoch einen Architekten aus dem Kanton Bern zum Fernlenker machen. Der alte war angeblich zu laut und konnte nicht mit Geld umgehen.

André Dosé blieb nur eineinhalb Jahre beim Grasshoppers Club (GC) und wurde Mitte Dezember gestürzt, obwohl die Zürcher Rekordmeister während seiner Zeit wieder den Sandoz-Pokal holten. Offenbar war er einfach bei ein paar Geldgebern in Ungnade gefallen.

Nun soll es Stephan Anliker, ein 56-jähriger Architekt aus Langenthal BE, richten. Dem Vernehmen nach wird er am Mittwoch in Zürich zum neuen GC-Lenker gewählt. Laut Informationen der NZZ ist jedoch nicht vorgesehen, dass der Berner in das operative Geschäft eingreift. Bekanntermassen ist er seit 2007 beim GC und hält eines der 16 Eigentümerpakete von 250'000 Franken. Ausserdem ist er zugleich Mehrheitsaktionär und Geschäftsleiter der Ducksch & Anliker Architekten AG. 2012 war er Präsident des Eishockeyclubs SC Langenthal, war im Verwaltungsrat der Zug 94 Sports & Entertainment AG, sass aber bereits 2011 im Verwaltungsrat des GC, wo er jetzt Vizepräsident ist. Im Falle seiner Wahl wird er der siebte GC-Präsident innerhalb von zehn Jahren sein.

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Architekt Stephan Anliker soll GC-Präsident werden.

Ob unter Architekt Anliker der Bau eines Stadions in Angriff genommen werden kann, steht in den Sternen. Klar ist jedenfalls, dass der nominierte Präsident aufgrund erstaunlich vieler anderweitiger Engagements wenig Zeit haben und beim GC viele Probleme erben wird, wozu Geldmangel und schwierige Entscheidungsstrukturen zählen. Ein für Donnerstag angekündigtes offizielles Communiqué wird hoffentlich für mehr Klarheit sorgen.(tw)