Kriens: Hochhaus halbiert, gestutzt

Kriens: Hochhaus halbiert, gestutzt

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Teaserbild-Quelle: Bild: pd
«Weniger ist mehr» heisst ein bekanntes Architektensprichwort. Offenbar haben Anwohnerproteste dafür gesorgt, dass Investorin BVK ihr Hochhausprojekt im Kanton Luzern entsprechend überarbeiten musste.

 
Nach einer Schlappe im Krienser Gemeindeparlament im April 2013 musste die Zürcher Pensionskasse BVK ihr geplantes Hochhausprojekt im Kanton Luzern eindampfen lassen. «Halb ist besser als gar nichts», könnte man in diesem Fall sagen, denn das Projekt im Eichhof-West umfasst statt zwei nur noch ein Hochhaus, das zudem nicht mehr 68, sondern jetzt 53 Meter hoch werden und weiter weg vom Hang stehen soll. Der lokale Verein „Gegen bauliche Willkür“ hatte sogar eine Reduktion auf höchstens 33 Meter gefordert.

 
Der Krienser Gemeinderat würdigt den neuen Bebauungsplan für das Areal Eichhof West positiv. Er leitete ihn zur Vorprüfung an die kantonalen Behörden weiter, wie der Gemeinderat Kriens am Donnerstag mitteilte. Das Gemeindeparlament soll im Frühsommer 2014 über den Bebauungsplan befinden.
 
Ursprünglich plante die BVK für 200 Millionen Franken eine Überbauung mit zwei 68 und 56 Meter hohen Hochhäusern, einer Hotelfachschule, einem Dienstleistungsgebäude und einem Hotel. Das Krienser Gemeindeparlament war im April 2013 mit 19 zu 14 Stimmen nicht auf die Ortsplanungsrevision eingetreten, die für die Realisierung der Überbauung nötig ist.
 
Anwohner hatten die Hochhäuser bekämpft, weil sie ihre Aussicht gefährdeten und den Wert ihrer Liegenschaften verminderten. Der Einwohnerrat hatte 2011 eine Volksmotion gegen die Hochhäuser noch abgelehnt und sich damit hinter das Vorhaben gestellt.
 
Die Investorin BVK überarbeitete nach dem negativen Parlamentsentscheid das Projekt. Dabei seien wesentliche Verbesserungen in allen Bereichen des Vorhabens erzielt worden, heisst es in der Mitteilung der Gemeinde Kriens weiter. Demnach wird die geplante Hotelfachschule komplett auf dem Areal untergebracht. Sie benötigt keinen separaten Baubereich entlang der Langsägestrasse. Zudem arbeitete die Investorin zum neuen Bebauungsplan detaillierte Konzepte zu Verkehr und Energie aus.(tw/pd)