Kraftwerk an der Aare soll mehr Strom produzieren

Kraftwerk an der Aare soll mehr Strom produzieren

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Die Solothurner Kantonsregierung will eine Konzession für das Aarekraftwerk für die Dauer von 68 Jahren erteilen. Die Betreiberin, die IBAarau, plant, das seit über 100 Jahren bestehende Kanalkraftwerk zu erneuern.

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Kanalkraftwerk an der Aare

Mit der Erteilung der neuen Konzession würden die Anliegen der zweckmässigen und wirtschaftlichen Nutzbarmachung der Wasserkräfte, der Umwelt, der Landschaft und der Fischerei angemessen berücksichtigt, schreibt die Regierung in ihrer Botschaft an den Kantonsrat.

Die IBAarau hatte letztes Jahr eine Erneuerung der Konzession für die Dauer von 80 Jahren beantragt, denn die jetzige Konzession läuft Ende dieses Jahres ab.

16 Prozent mehr Leistung

Auch künftig wird gemäss Regierung am bestehenden Anlagekonzept als Kanalkraftwerk festgehalten. Mehrere Erneuerungs- und Ausbaumassnahmen sollen die Stromproduktion bis zum Jahr 2036 um 16 Prozent steigern. Die mittlere Jahresproduktion von derzeit 108 Gigawattstunden (GWh) würde auf rund 126 GWh erhöht. Gleichzeitig soll die Anlage an den aktuellen Stand der Technik sowie an die Anforderungen der Hochwassersicherheit und Ökologie angepasst werden.

Gemäss Regierung ist zunächst geplant, bis 2018 die Kraftwerkzentrale 2 vollständig zu ersetzen und das bestehende Dotierkraftwerk sowie das Wehr zu sanieren. In den Jahren 2035/2036 soll dann die Kraftwerkzentrale 1 erneuert werden.

Konzession von zwei Kantonen

Die Konzessionsstrecke liegt zu 82 Prozent im Kanton Solothurn und nur zu 18 Prozent im Kanton Aargau. Die Kraftwerkanlagen liegen im Aargau, Wehr und Dotierkraftwerk wiederum im Solothurn. Deshalb müssen beide Kantone eine Konzession erteilen. Im Aargau ist der Regierungsrat zuständig. Er wird die Konzession zusammen mit der Projektgenehmigung erteilen. In Solothurn ist der Kantonsrat für die Erteilung der Konzession zuständig. (sda)