Konkrete Projekte an der Glatt

Konkrete Projekte an der Glatt

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: zvg
Wenn auch die Vision der Glatttalstadt zum Teil wie Zukunftsmusik klingt, so sind doch bereits jetzt entlang der Glatttalbahn durchaus städtische Projekte in Planung und zum Teil in Ausführung. Dazu gehören drei Hochhausentwürfe: der Glatt-Tower auf dem Richti-Areal in Wallisellen, ein mögliches Hochhaus auf dem Zwicky-Areal und eines bei der Giessenkreuzung in Dübendorf.
 
zvg
Quelle: 
zvg
Neben dem Glattzentrum entsteht das neue Richti-Areal.
 
Richti-Areal, Wallisellen
Vis-à-vis des Einkaufszentrums Glatt entsteht auf dem Richti-Areal in Wallisellen ein neuer Bürokomplex, bestehend aus einem sechsstöckigen Bürogebäude und einem über mehrere Passerellen verbundenen 18-stöckigen Hochhaus von 68 Metern Höhe. Kostenpunkt: 170 Millionen Franken. Entworfen wurde der markante Bau vom holländischen Architekturbüro Wiel Arets ¬Architects aus Maastricht. Die Konturen der Gebäude entsprechen dem von Vittorio Magnago Lampugnani vorgegebenen Gestaltungsplan. Im Erdgeschoss des Hochhauses befindet sich die zweigeschossige Lobby. Auf der vierten Ebene sind Konferenzräume vorgesehen. Der fünfte Stock beherbergt das Personalrestaurant, das über Passerellen mit der Dachlandschaft des liegenden Baus verbunden ist. Die Regelgeschosse von sechs bis sechzehn kommen mit zwei Kernen aus, während in den unteren Stockwerken drei nötig sind. Die in Hochhäusern übliche Stapelung von Geschossen ist im Richti-Hochhaus durch Lufträume aufgebrochen. Diese bilden mehrgeschossige Räume, in denen offene Treppen die Wege verkürzen und Blickbeziehungen schaffen. Diese «Voids» genannten Lufträume sind als Option im Projekt eingebaut und bieten den jeweiligen Nutzern vielfältige Möglichkeiten. Neben Einzelarbeitsplätzen sind Teambereiche, Konzentrationskabinen, flexible Plätze oder Loungebereiche für informelles Arbeiten möglich. Ab 2013 werden rund 1500 Mitarbeiter der Allianz Suisse, die heute auf drei Standorte im Zentrum der Stadt Zürich verteilt sind, das Gebäude beleben.
 
Giessen, Dübendorf
Wo Dübendorf im Westen beginnt, ist heute nicht so klar. Die Giessenkreuzung, an der sich die viel befahrenen Überland- und Ringstrasse in die Quere kommen, liegt mitten im Niemandsland. Noch. Schon bald soll hier als herausragender Teil einer Grossüberbauung ein 114 Meter hoher Turm ein modernes Stadttor bilden. Der dazu nötige Gestaltungsplan wurde anfangs Juli vom Dübendorfer Gemeinderat gutgeheissen, zwischenzeitlich ist allerdings das Behördenreferendum ergriffen worden, sodass eine Volksabstimmung über den Gestaltungsplan stattfinden wird. Das Gebäude erfüllt nicht nur alle architektonischen und gestalterischen Ansprüche. Im Herzen schlägt eine hoch technisierte Anlage, die dem Gebäude energetische Unabhängigkeit und Sparsamkeit garantiert. Der im Schweizer Markt bekannte Baustandard Minergie-P-ECO garantiert zukunftsorientierte Nachhaltigkeit. Im internationalen Wettbewerb erfüllt das Gebäude die unterschiedlichen Ansprüche von HQE (Haute Qualité Environnementale – hohe ökologische Qualität), «LEEDS», «BREEAM» (Building Research Establishment’s Environmental Assessment Method) und «Green Building».
 
Zwicky Areal, Wallisellen/Dübendorf
Auf dem Areal der traditionsreichen ehemaligen Seidenzwirnerei ¬Zwicky & Co. AG entsteht in mehreren Etappen ein neues lebendiges und urbanes Quartier mit vielfältigem Wohn- und Arbeitsraum. 2003 ¬wurde ein Gestaltungsplan verabschiedet, der eine weitgehende Sanierung der alten Gebäude und eine Ergänzung mit Neubauten regelt. In einer ersten Bauetappe wurde das Stammhaus der Zwicky & Co. AG auf Baufeld A saniert. Zudem entstehen Wohnhäuser auf Baufeld C und F und eine Schule auf Baufeld B2. Im Teilgebiet B1 soll nach einem revidierten Gestaltungsplan, der sich im Moment bei der Gemeinde im politischen Entscheidungsprozess befindet, ein Hochhaus von ¬maximal 75 Meter Höhe einen städtebaulichen Akzent setzen. Als Ausgleich dazu ist unmittelbar neben der Haltestelle der Glatttalbahn ein zusätzlicher öffentlicher Platz vorgesehen. (mgt/as)
 
 
Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;}
Fakten und Zahlen
 
Richti-Areal, Wallisellen
  • Bauherrschaft: Allreal-Gruppe
  • Totalunternehmer: Allreal Generalunternehmung AG, Zürich
  • Projektentwicklung: Allreal Generalunternehmung AG, Zürich
  • Architektur: Wiel Architects, Maastricht/Amsterdam/Zürich
  • Mieter: Allianz Suisse, Zürich
  • Grundstücksfläche: 13 078 m2
  • Nutzfläche: rund 40 680 m2
  • Bausumme: rund 200 Millionen Franken
  • Baubeginn: März 2010
  • Fertigstellung: Sommer 2013
  • Energie: Minergie-Standard
 
Giessen, Dübendorf
  • Bauherrschaft: k-Werkstatt, Zürich
  • Planung/Architektur: Labate Architekten AG, Zürich
  • Höhe: 114 Meter
  • Geschosse: 30
  • Grundstücksfläche total: 25 000 m2
  • Nutzfläche (GNF) Gesamtprojekt: 47 250 m2
  • Energie: Minergie-P-Eco, HQE, LEED, BREEAM, Green Building
 
Zwicky Areal, Wallisellen/Dübendorf
  • Bauherrschaft: noch offen
  • Planung/Architektur: Studienauftrag voraussichtlich 2012
  • Höhe: maximal 75 m
  • Grundstücksfläche Baufeld B1: 10 668 m2
  • Nutzfläche: 18 050 m2 anrechenbare Geschossfläche