Konjunkturprogramme beginnen zu wirken

Konjunkturprogramme beginnen zu wirken

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Im öffentlichen Bau ist die Zahl der Auftragseingänge in der deutschen Bauindustrie ab April erstmals wieder gestiegen. Das erste Quartal hatt noch Rückgänge um sechs Prozent verzeichnet.
 
Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie führt die Belebung auf die Konjunkturprogramme der Regierung zurück. Die Zahl der Auftragseingänge im öffentlichen Bau nahmen im April um sieben Prozent zu. Die Belebung kam vor allem aus dem Strassenbau, wo sogar ein Anstieg um 16 Prozent verzeichnet wurde. Der öffentliche Hochbau zeigte hingegen mit weiteren Auftragsrückgängen noch keine Belebung, aufgrund deutlicher Zunahmen bei den Baugenehmigungen rechnet der Hauptverband allerdings in den kommenden Monaten mit einer Belebung.
 
Auf das gesamte Bauhauptgewerbe wirken sich diese positiven Entwicklungen allerdings noch nicht aus. Im April war der Auftragseingang um 9,5 Prozent rückläufig. Auch die Umsatzentwicklung zeigte gegenüber dem (auch witterungsbedingt) schwachen ersten Quartal nur eine geringfügige Verbesserung. Die anhaltende Schwäche rührt vor allem aus dem Wirtschaftsbau, der sich mittlerweile voll im Sog der Konjunkturkrise befindet. Während im April das Minus beim Umsatz mit 8,1 Prozent noch relativ moderat ausfiel, brachen die Auftragseingänge um weitere 29 Prozent ein. Auch die Baugenehmigungen im Wirtschaftshochbau sowie die deutlich reduzierten Investitionspläne im verarbeitenden Gewerbe lassen vorerst keine Belebung erwarten.
 
Gespalten war die Entwicklung im Wohnungsbau. Während der Auftragseingang im April um 11,5 Prozent zulegte, war beim Umsatz ein weiterer Rückgang von 8,5 Prozent zu verzeichnen. Angesichts der anhaltend rückläufigen Genehmigungszahlen im Wohnungsneubau dürften sich beim Auftragseingang die Sanierungsprogramme zur CO2-Reduzierung bemerkbar machen. Die hierfür vorgesehenen Bundesmittel wurden durch die Konjunkturprogramme für das laufende Jahr um eine Milliarde Euro aufgestockt.
 
Die Bauflaute wird auch Spuren auf dem Bauarbeitsmarkt hinterlassen. Im April ging die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent zurück, für die ersten vier Monate des laufenden Jahres betrug der Beschäftigungsabbau 2,2 Prozent.