Kolosseum soll wieder eine Arena erhalten

Kolosseum soll wieder eine Arena erhalten

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Teaserbild-Quelle: flickr.com, Parkgott1, CC

Im berühmtesten Amphitheater der Welt soll wieder Leben einkehren: Für 20 Millionen Euro will man im Kolosseum eine Plattform errichten, die den jetzt sichtbaren Unterbau bedeckt. Somit könnte die Arena wieder für Openair-Aufführungen genutzt werden.

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Erst Seeschlachten, dann Kämpfe

Das Kolosseum in der ewigen Stadt wurde etwa zwischen 70 und 80 nach Christus erbaut und wird zurzeit für rund 25 Millionen Euro restauriert. Die Ellipsenform – der Umfang beträgt 527 Meter – sollte verhindern, dass Gladiatoren, zum Tode Verurteilte oder gejagte Tiere in einer Ecke Schutz suchen konnten. Ausserdem ermöglichte sie den Zuschauern, näher am Geschehen zu sein als dies mit einer Kreisform möglich gewesen wäre. Der Boden der Arena bestand aus Holzbohlen, die sich entfernen liessen.

Zu Anfang war der Raum unter dem Arenaboden nicht bebaut, sodass er geflutet werden konnte – etwa, um Seeschlachten nachzuspielen. Das sogenannte hypogeum, ein System aus Räumen, Gängen und Versorgungsschächten, kam erst später hinzu. Hier waren die Kerker für die zum Tod in der Arena Verurteilten, der unterirdische Zugang von der benachbarten Gladiatorenkaserne, Käfige für wilde Tiere sowie die Einrichtungen Bühnenmaschinerie untergebracht. (pd/mt)