Kölliken ist frei von Altlasten

Kölliken ist frei von Altlasten

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: SMDK

Der Rückbau und die Entsorgung der Sonderabfälle in der Sondermülldeponie Kölliken (SMDK) sind abgeschlossen. Die restlichen Arbeiten und der Rückbau der Hallen dauern noch bis etwa Mitte 2019. Der gesprochene Kreditrahmen von 570 Millionen Franken ist noch nicht ausgeschöpft.

Quelle: 
SMDK
Die Hallen über der Sondermülldeponie Kölliken

Jahrelang sind in Kölliken Lastwagen und Züge unterwegs gewesen, um die Altlasten aus der Sondermülldeponie in der Aargauer Gemeinde zu entfernen. Nun ist dieser heikelste Teil der Gesamtsanierung abgeschlossen. Wie es in einer Mitteilung der Geschäftsstelle SMDK heisst, sind seit dem Beginn des Rückbaus im Jahr 2007 an rund 1300 Arbeitstagen täglich durchschnittlich 460 Tonnen belastetes Material aus der Deponie geholt worden. Zu 85 Prozent wurde es per Bahn und zu 15 Prozent per LKW in die verschiedenen Behandlungsanlagen und Entsorgungsdestinationen im In- und Ausland transportiert. Die Wahl der jeweiligen Behandlungsanlage habe aufgrund der Analyseresultate stattgefunden. „Das mit der Probenahme und Analyse befasste Labor hatte in dieser Zeit rund 43‘000 Analysen zu bewältigen“, heisst es.

SMDK-Geschäftsführer Benjamin Müller ist froh, dass „all diese Arbeiten, mit Ausnahme der Brände im Jahr 2008, ohne gravierende Zwischenfälle und vor allem ohne Unfälle vonstatten gegangen sind“.

Die Kosten im Griff

Das Volumen der Deponie erwies sich als grösser, als ursprünglich dokumentiert war. Darum mussten laut Mitteilung rund 25‘000 Tonnen Abdeckung und etwa 20‘000 Tonnen Abfälle mehr bewältigt werden, als in der Planungsphase angenommen worden war. Die Kosten für den Rückbau konnten aber trotzdem eingehalten werden. Der gesprochene Kreditrahmen von 570 Millionen Franken ist noch nicht ausgeschöpft. Momentan existiere noch eine Projektreserve von 43 Millionen Franken, weiss Benjamin Müller.

Sauberer Aushub

Bis das Deponieareal wieder nutzbar ist, muss noch viel Arbeit getan werden. Als erstes sollen die Hallen innen gründlich gereinigt werden. Danach wird in den Fels unter der Deponiesohle gebohrt, um Proben zu entnehmen. Wie die SMDK schreibt, werden aufgrund der Resultate eventuell weitere Massnahmen wie Aushub von Felsmaterial oder Auswaschung des felsigen Untergrunds durch gezielte Wassereinspeisung nötig. Ist auch dieser Schritt getan, wird das Areal – noch immer innerhalb der Hallen – mit sauberem Aushubmaterial aus der Region bis zu einem Niveau gefüllt, das es ermöglicht, mit einem fahrbaren Baukran die Bogentragwerke der Hallen zu demontieren. Der Rest der Hallen soll dann bis etwa Anfang 2019 rückgebaut werden. (mt/pd)