Knaller fürs Publikum

Knaller fürs Publikum

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Teaserbild-Quelle: Urs Rüttimann
Für Action an der Messe sorgten diverse Events. Allen voran die Schweizermeisterschaft für Maurer, die neue Sonderschau Betonrückbau und natürlich der beliebte Minibagger-Wettbewerb am Stand der "baublatt"-Herausgeberin Docu Media Schweiz GmbH.
 
Vor allem am Wochenende waren nicht nur Bauprofis unterwegs und fachsimpelten über diese Maschine oder jene Bautätigkeit. Auch Familien stürmten das Messegelände auf der Luzerner Allmend. Und für die Kleinen gab es viel zu staunen und einiges zum Ausprobieren. Zum Beispiel mal ins Cockpit eines Riesenbaggers zu steigen oder Papa bei seinem Wettbewerbs-Parcours mit den Minibaggern anzufeuern. Das Mindestalter für die Teilnehmer war 16, was manch kleinem Baumann bittere Tränen entlockte.
 
Zum dritten Mal wurde der Minibagger-Wettbewerb vom «baublatt» durchgeführt. Rund 400 Bauprofis, Familienväter mit ihrem Nachwuchs und ganze Berufsschulklassen wagten sich ans Experiment. Vier Disziplinen mussten in möglichst kurzer Zeit geschafft werden. Höchste Konzentration und viel Geschicklichkeit wurde gefordert von den Probanden. Darunter viele Baggerführer, die die Sache mit dem Kleingerät ernst nahmen und sich ehrgeizige Ziele steckten. Andere wiederum nahmen’s gelassen. Zum Beispiel Cornelia Keiser, eine der wenigen Frauen, die sich auf die Baumaschinen wagte. «Aus purer Neugier und zum Spass», sagte die Umweltingenieurin aus Altdorf UR, die auf Baustellen zuhause ist.
Die drei geschicktesten Baggerführer wurden nach Messeschluss erkoren. Auf Platz 1 schaffte es Etienne Rouge aus Villeneuve, der einen Reisegutschein im Wert von 500 Franken erhielt. Rang 2 teilten sich zwei Teilnehmer, die exakt dieselbe Punktezahl erreichten: Francesco Amore aus Wetzikon ZH und Marco Rohner aus Mellstorf AG «erbaggerten» Reisegutscheine im Wert von 250 Franken.

Bauen wie die Weltmeister

Gratulationen von allen Seiten gab es auch bei der Schweizermeisterschaft der Maurer, die an der Baumag durchgeführt wurde. Die sechs besten Maurer waren zuvor in zwei Vorausscheidungen erkoren worden waren. Sie mussten in gut 20 Stunden von Donnerstag bis Sonntag zwei Mauern exakt nach Vorlage bauen. Keine gewöhnlichen, sondern kleine Kunstwerke aus verschiedenen Steinen in diversen Farben und Formen. Auf der einen war die Kappellbrücke dargestellt, die andere zeigte die Tower Bridge in London. «Es gibt nicht viele Berufe, in denen Sie Schweizermeister werden können», sagt Ruedi Signer. Der Chefexperte der Schweizermeisterschaft war selbst einmal Weltmeister der Maurer und weiss, wovon er spricht. Er und drei weitere Experten aus verschiedenen Regionen bewerteten die Arbeiten der jungen Handwerker, die nicht älter als 22 sein dürfen. Wie im Sport wurden in Luzern Medaillen verteilt. Bronze holte Thomas Wegmüller aus Rüegsbach. Silber ging an den Aargauer Christian Brühwiler, und die Goldmedaille an Conus Morgan aus dem Kanton Freiburg. Er darf im Oktober an die die Weltmeisterschaft der Maurer in London, Worldskills, reisen. Na dann: Good Luck!  (Katrin Ambühl)
 
 

Sonderschau Betonrückbau

Zum ersten Mal zeigten Spezialisten ihre Produkte und Dienstleistungen im Bereich Betonrückbau. «Der kontrollierte Betonrückbau unterscheidet sich von klassischen Abbrucharbeiten», betonte Marco Dätwyler, Präsident des Schweizerischen Verbands der Betonbohr- und Betonschneideunternehmen (SVBS) und Inhaber der Betoncoupe AG, in seiner Ansprache. Der Hauptunterschied sei, dass diese Arbeiten praktisch nie ein ganzes Objekt zerstören, sondern nur gezielte, massgenaue Eingriffe beinhalten. «Die Anforderungen an unsere Branche haben sich markant zugenommen, einerseits durch komplexere Aufgabenstellungen, andererseits durch kürzere Ausführungstermine und höheres Gewichten von Umweltschutz und Arbeitssicherheit», so Dätwyler. Im Zelt 1 verfolgten Interessierte die Demonstrationen an unterschiedlichen Maschinen von spezialisierten Unternehmen. Neun Hersteller sowie Händler von Diamant-Werkzeugen und -geräten gaben aktuelle Branchentechnik zum Besten. Der Blick über die Schultern der Rückbautechniker war ein ohrenbetäubendes, aber interessantes Erlebnis. (ka)