KMU-Barometer: Weniger Aufträge im Baugewerbe

KMU-Barometer: Weniger Aufträge im Baugewerbe

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Die Lage für kleinere und mittlere Unternehmen hat sich im Juli gegenüber dem Vorquartal leicht verbessert. Im Baugewerbe ist der Auftragsbestand aber bei allen Unternehmensgrössen zurückgegangen.

Die kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) in der Industrie lagen mit einem Indexstand von -0,23 Punkten leicht unter dem langjährigen Durchschnitt, wie die Grossbank UBS in ihrem am Donnerstag veröffentlichten KMU-Barometer herausfand. Die Lage verbesserte sich aber marginal.
Auf der Stimmung der KMU lasteten die Bestellungseingänge und eine negative Einschätzung des Produktionsniveaus. Geschäftslage und Auftragsbestand aus dem Ausland wurden aber leicht positiver beurteilt. Auch das Produktionsniveau stieg etwas.

Die Grossunternehmen hielten sich mit 0,15 Punkten knapp über dem langjährigen Mittel. Sie drehten von -0,14 Punkten im Juni fürs dritte Quartals ins Plus.

Weniger Aufträge auf dem Bau

Im Baugewerbe fiel der Auftragsbestand bei allen Unternehmensgrössen gegenüber dem Vorquartal. Obwohl die Grossunternehmen die Lage positiv beurteilten, nahm die Dynamik bei den KMU ab. Das war auch bei den Gewinnen zu spüren, wobei die Grossunternehmen auch hier in einer komfortableren Situation waren. Während die KMU von stabileren Preisen ausgehen, erwarten die Grossunternehmen bis Ende Jahr sinkende Preise.

Bei den Architekten und Ingenieuren stabilisierte sich die Geschäftslage auf etwas tieferem Niveau. Allerdings widersprechen dieser an sich komfortablen Lage andere Indikatoren. So sank die Auslastung der Grossunternehmen und auch die Preisentwicklung sehen die Firmen negativ.

Die Dienstleister beurteilten ihre Lage weiterhin als gut. Während sie sich bei den Grossunternehmen stabilisierte, hellte sie sich bei den KMU wieder leicht auf. Dieser Vorsprung dürfte auf die bessere Ertragslage der KMU zurückzuführen sein, schreibt die UBS. Die Gewinne der Grossunternehmen nämlich nahmen im Vergleich zum Vorquartal ab, jene der KMU stabilisierten sich. Die Preise dürften weiterhin sinken. (sda)