Klimafreundliche Windriesen

Klimafreundliche Windriesen

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Teaserbild-Quelle: SCA Svenska Cellulosa Aktiebolaget / flickr.com
Umso grösser Windkraftanlagen sind, umso weniger beeinträchtigen sie das Klima. Dies wiesen Forscher der ETH Zürich mit einer Studie nach. Bisher hatte man bloss vermutet, dass grössere Anlagen ökologischer sind.
 
SCA Svenska Cellulosa Aktiebolaget / flickr.com
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Gut für die Umwelt: grosse Winturbinen.
 
Während der letzten Jahrzehnte sind Windräder nicht nur was ihre Menge, sondern auch was ihre Dimensionen betrifft gewachsen: Erreichten die Anlagen 1980 gerade einmal 15 Meter Rotordurchmesser, sind sie heute bis zu zehnmal grösser. Aktuell hält die Offshore-Anlage „Alstom Haliade 150“ vor Frankreichs Küste mit 150 Metern Durchmesser den Weltrekord. Dieser dürfte ihm allerdings demnächst streitig gemacht werden, zurzeit sind weitere Windturbinen der Superlative in Planung,
 
„Gemäss der ‚economy of scale’ wird Strom aus Windkraft umso billiger, je mehr man produziert. Wir wollten überprüfen, ob dieser Positiveffekt auch für die klimarelevanten Umweltfolgen gilt“, erklärt Studienleiterin Marlies Caduff. Als Basis für ihre Analyse dienten bereits bestehende Studien zu zwölf Windrädern von 12,5 bis 90 Metern Höhe. Die Forscher verglichen die jeweiligen Ökobilanzen, von der Produktion über den Betrieb bis hin zur Entsorgung . Dabei gelangten zum Schluss, dass je grösser die Anlage, desto nachhaltiger der produzierte Strom ist. Caduff führt dies vor allem auf zwei Ursachen zurück: „Günstig wirkt erstens der Lerneffekt über die Jahre, etwa was das Material und die Form der Rotorblätter betrifft. Dieser Fortschritt erlaubt es zweitens, mehr Wind zu nutzen, ohne dass die Masse des Turmes oder der Generatorkopf proportional größer werden.“
 
Ins Gewicht fällt in der Ökobilanz vor allem der Stahl für den Turm, das Glasfaser-Plastik, der Chromstahl für den Generatorkopf sowie der Beton für das Fundament. Eine Extrapolierung der Daten für noch grössere Windräder ist laut Caduff nicht zulässig. Jedoch könnten Anlagenbetreiber die Berechnungen für eine erste Abschätzung der Umweltwirkung ihrer eigenen Generatoren immerhin nutzen, indem sie diese in Durchmesser und Höhe einordnen. (mai/mgt)