Klettern und zimmern

Klettern und zimmern

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Kommenden April donnern die ersten Züge über die Fichtenschienen der Holzachterbahn des Europaparks. Dabei legen sie eine Distanz von tausend Metern zurück und sind am höchsten Punkt der Bahn 35 Meter über dem ­Boden. Das Besondere daran: Sie führt streckenweise zwischen der bereits bestehenden «Blue Star»-Anlage hindurch. Doch bis es so weit ist, muss noch viel gezimmert und gehämmert werden. ­Zurzeit arbeiten Schreiner, Monteure und ­Zimmerleute mit Hochdruck an der künftigen ­Attraktion. Jedes Element wird vor Ort zusammengesetzt. «Hier ist nichts vorgefertigt, ausser Bolzen, Muttern und Gewindestangen», sagt Monteur Mathias Kessel.
 
Wie seine Kollegen ist er nicht nur ein Bau-, sondern auch ein Kletterprofi. Denn die filigran anmutende Konstruktion wird ohne Gerüst ­errichtet. Eine besondere Herausforderung ist auch der Baustoff. «Holz lebt und muss regelmässig kontrolliert werden», erklärt Europapark-Chef und ausgebildeter Bauingenieur Roland Mack. Zwar wurde das Holz behandelt und auf eine ­neuartige Schienentechnologie zurückgegriffen, «aber wir wissen sehr wohl, dass wir zwei bis drei Zimmerleute brauchen, die ständig die Schrauben nachziehen und die Schienen abgehen». (mai)