Kirche in Oberdorf sucht Paten für Engel

Kirche in Oberdorf sucht Paten für Engel

Kirche in Oberdorf sucht Paten für Engel

In der Marienkirche in Oberdorf SO ist eine 1,2 Millionen Franken teure Innensanierung geplant. Zur Finanzierung werden Sponsoren für 85 Objekte gesucht. 50 000 Franken sollen durch Patenschaften zusammenkommen.

Stolze 10 000 Franken kostet die Patenschaft für die Madonna im Gnadenaltar der Marienkirche im solothurnischen Oberdorf. Diese Madonna, die heute noch das Ziel von Wallfahrtsgruppen ist, hat schon einen Paten gefunden. Auch für einige andere Objekte im Innenraum der Pfarr- und Wallfahrtskirche, wurden bereits Patenschaften für Beträge zwischen 50 und 5000 Franken verkauft. Rund 20 000 Franken sind bisher zusammengekommen, wie der Webseite www.maria-oberdorf.ch zu entnehmen ist.

Dort ist alles Wissenswerte über die Kirchensanierung nachzulesen. Auch die 85 Objekte, für die Paten gesucht werden, sind mit Bild aufgelistet. Die Auswahl ist gross – die Bandbreite reicht von Engeln über Ornamente und Wappen bis zu Rosenkranzbildern. Insgesamt 50 000 Franken möchte die Kirchgemeinde einnehmen, wie die "Schweiz am Wochenende" berichtet.

Eine halbe Million fehlt noch

Die Innensanierung kostet 1,2 Millionen Franken. Rund 725 000 Franken sind gemäss dem Bericht bereits gesprochen worden. Eine halbe Million Franken fehle noch, die durch Drittmittel abgedeckt werden müsse. Die Kirchgemeinde hofft, in rund einen Jahr mit den Sanierungsarbeiten starten zu können.

Die letzte Innensanierung liegt gut 60 Jahre zurück. Die Kirche muss nicht nur gründlich gereinigt werden, sondern es stehen Konservierungs- und Restaurierungsmassnahmen an. Vorgesehen ist auch die komplette Erneuerung der Elektro-, Licht- und Akustikanlagen.

Unter Denkmalschutz

Seit 2006 hat die Kirchgemeinde bereits einiges erneuert, zum Beispiel das Dach, die Aussenfassade und die Heizung. Die Investitionen beliefen sich auf 1,5 Millionen Franken. Einige Finanzmittel steuerten die kantonale und die eidgenössische Denkmalpflege bei. Denn die Kirche steht seit 1943 unter kantonalem Schutz und wird im Kulturgüterschutz-Inventar des Bunds als Objekt von nationaler Bedeutung eingestuft. (stg/mgt)