Kerngesunde Forbo

Kerngesunde Forbo

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Der grosse Schweizer Bodenbeläge- und Transportbänder-Spezialist erfreut seine Aktionäre mit einem guten Jahresergebnis. Das harziger gewordene Geschäft im öffentlichen Bau konnte im Privatsektor aufgefangen werden. Bei einem stabilen Umsatz von 1200 Millionen Franken wurde die Profitabilität auch durch interne Massnahmen, etwa in der Logistik weiter gestärkt.

Mit einem Rückgang von 1,4 Mio. Franken auf 1199,7 Mio. Franken blieb der Umsatz praktisch stabil. In Lokalwährungen gerechnet, verzeichnet der Konzern ein Umsatzplus von 0,3%. Weitere Zahlen vom Geschäftsjahr 2013 (Angaben in Mio. Franken): Betriebsergebnis (EBIT) 136, Konzernergebnis 118, Cashflow aus Geschäftstätigkeit 128, Nettoliquidität 307 Mio. Franken. Eigenkapitalquote 69,8 % (786,8 Mio. Franken). Eigene (zurückgekaufte) Aktien zum Jahreskurs bewertet im Wert von 165,6 Mio. Franken.

Erfolgreich in einem anspruchsvollen Marktumfeld

Die Einführung von ertragsstarken und innovativen Produkten und Kollektionen, die Erschliessung neuer Märkte ausserhalb des rückläufigen öffentlichen Bereichs sowie weitere Produktivitätssteigerungen führten bei stabilem Umsatz zu einer deutlich höheren Ertragskraft und Profitabilität des Unternehmens. In beiden Geschäftsbereichen konnten dank der höheren Wertschöpfung und effizienterer Abläufe in Produktion und Logistik sowohl die Bruttomarge als auch die Betriebsgewinnmarge deutlich gesteigert werden.

Bodenbeläge stabil dank neuer Marktsegmente

Der Bereich Bodenbeläge generiert einen Umsatz von 873,5 Mi. Franken, entsprechend einem Anteil am Konzernumsatz von 72,8%. Er konnte den Nachfragerückgang im öffentlichen Bereich und in gewissen schwächelnden europäischen Märkten durch die Erschliessung neuer Marktsegmente weitgehend kompensieren. Der Umsatzrückgang in Lokalwährungen beträgt –0,4%. Um die Abhängigkeit von den Ausgaben der öffentlichen Hand zu reduzieren und das Potenzial der Wachstumsmärkte besser ausschöpfen zu können, wurde in den vergangenen Jahren das Produktportfolio mit hochwertigen Produkten ergänzt. Zudem wurden neue Vertriebskanäle ausserhalb bestehender Marktsegmente und etablierter Märkte erschlossen.

Transport- und Prozessbänder mit Plus

Dieser Bereich mit einem Umsatz von 326 Mio. Franken verzeichnet ein Plus von +2,4% in Lokalwährungen. Der Anteil am Konzernumsatz beträgt 27,2%. Europa verzeichnet einen leichter Rückgang um –0,5%. In der Region Asien/Pazifik und Afrika wuchs der Umsatz mit +3,5% am stärksten und jener in der Region Nord-, Mittel- und Südamerika stieg um +1,0%.

Zuversichtlich auch für das laufende Jahr

Forbo erwartet ein leicht besseres Geschäftsjahr in einem heterogenen wirtschaftlichen Umfeld. Das Unternehmen ist in beiden Geschäftsbereichen gut aufgestellt und hat die notwendigen Mittel, um seine Strategien durchzusetzen.

Anträge an die GV

Der Generalversammlung schlägt der Verwaltungsrat vor, über die nächsten drei Jahre maximal 10% des Aktienkapitals zurückzukaufen. Zudem soll die Dividende auf 14 Franken pro Aktie festgesetzt werden (Vorjahr 12 Franken). Im Frühjahr tritt Dr. Albert Gnägi, Präsident des Verwaltungsrates, infolge der reglementarischen Altersgrenze zurück. An seiner Stelle empfiehlt der Verwaltungsrat This E. Schneider, seit zehn Jahren CRO und Delegierter des Verwaltungsrates, als exekutiven Präsidenten des Verwaltungsrates vor. (mai/pd)