Kerenzerberg: Kanton Zürich baut seine Glarner «Sportexklave» aus

Kerenzerberg: Kanton Zürich baut seine Glarner «Sportexklave» aus

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Teaserbild-Quelle: Visualisierung: PD

Das Siegerprojekt für die Erneuerung des Zürcher Sportzentrums Kerenzerberg ist gekürt. Nach Plänen der Badener Burkhard Meyer Architekten entstehen in Filzbach GL eine zusätzliche Dreifach-Sporthalle, ein achtgeschossiger Bau für die Unterkunft und ein neuer Werkhof.

Seit 1971 gibt es das Zürcher Sportzentrum Kerenzerberg (SZK) auf dem Glarner Hochplateau oberhalb des Walensees. Es ist auf den Jugend- und Breitensport ausgerichtet und wird aus dem kantonalen Sportfonds finanziert. Mit über 30000 Logiernächten und mehr als 4000 Kursen pro Jahr stösst das Zentrum seit Jahren an seine Kapazitätsgrenzen, gerade bezüglich Sporthallen, Betten und Theorieräumen. Zudem hat die durchgeführte Zustandsanalyse bei den bestehenden Gebäuden einen erheblichen Erneuerungsbedarf aufgezeigt.

Akzentuierte Silhouette

Den vom Kanton Zürich ausgeschriebenen Wettbewerb für die Sanierung und Erweiterung des SZK gewannen die Burkhard Meyer Architekten mit ihrem Projekt «Silhouette». Dieses überzeugte die Jury durch eine klar geordnete Gesamtanlage, so sehe es vor, «die bestehende Turnhalle durch eine Dreifach-Sporthalle und den Werkhof nahtlos zu vergrössern und gezielt aufzuwerten.» Der achtgeschossige Unterkunftstrakt schliesst beim siegreichen Projetk über einen flachen Verbindungsbau an das bestehende Haupthaus an. So ergänze er die Silhouette mit einem neuen Akzent, wodurch ein klar gefasster Aussenraum entstehe, schreibt die Baudirektion des Kantons Zürich. Das Beurteilungsgremium beeindruckte zudem der kluge Umgang mit dem Untergeschoss als funktionalem Rückgrat: «Die Nähe der beiden Neubauten schafft optimale Bedingungen für den Betrieb und die Logistik der Gesamtanlage.» Für die etappierte Erneuerung stehen maximal 50 Millionen Franken zur Verfügung, die im Sportfonds des Kantons Zürich bereits reserviert sind. (pd/gd)