Keine neuen Bauzonen mehr in Schaffhausen

Keine neuen Bauzonen mehr in Schaffhausen

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: Swiss-Image
Mit einem neuen Richtplan soll die Zersiedlung im Kanton Schaffhausen eingedämmt werden; er erlaubt keine zusätzlichen Bauzonen mehr. Zudem legt er neu vier Standorte für Grosswindanlagen fest. Der kantonale Richtplan soll der Regierung als „wesentliches Steuerungsinstrument“ dienen.
Swiss-Image
Quelle: 
Swiss-Image
Das Gebiet um die Kantonshauptstadt soll verdichtet werden.

 

Der neue Richtplan setzt laut Kanton die "Leitplanken für eine geordnete räumliche Entwicklung" Schaffhausens, in dem er etwa im bestehenden Siedlungsgebiet die bauliche Entwicklung unterstützt. Das heisst: Schlecht genutzte Bauzonen werden künftig besser und über die Gemeindgrenzen hinweg aufeinander abgestimmt, parallel dazu8 werden so vorderhand keine neuen geschaffen. Die zukünftige Siedlungsentwicklung soll sich vorwiegend auf das Kerngebiet der Agglomeration der Stadt Schaffhausen sowie sekundär auf die Regionalzentren Stein am Rhein und Neunkirch konzentrieren.

Des Weiteren legt der Plan auch vier Standorte für Winkdraftanlagen fest: Chroobach, Wolkensteinerberg, Hagenturm und Randenhus. Generell sollen erneuerbare Energien mehr Gewicht erhalten.

Geologische Tiefenlager

Auch die Lagerung radioaktiver Abfälle wird erstmals thematisiert. Mit einem Teilrichtplan "Geologisches Tiefenlager" will der Kanton stärkeren Einfluss auf die Standortauswahl nehmen. Er soll unter Mitwirkung der Regionalkonferenzen erarbeitet werden. Einbezogen werdendabei auch die Nachbarkantone und das angrenzende Ausland.

Besonderes Gewicht hat auch der öffentliche Verkehr. So wird ein Halbstundentakt zwischen Basel und Schaffhausen angestrebt, eine stündliche Verbindung nach Stuttgart. Zudem ist eine Aufwertung Ortsdruchfahreten mit einer laut Medienmitteilung "siedlungsvertäglicheren Verkehrsabwicklung" vorgesehen.

Nicht alles sei neu am Richtplan, heisst es weiter. Im Umgang mit Biotopen von nationaler Bedeutung, den Vorranggebieten für ökologischen Ausgleich sowie den Siedlungstrenngürteln seifestgehalten worden. In einigen Bereichen wurden Aktualisierungen vorgenommen, indem die aktuellen gesetzlichen Randbedingungen eingeflossen sind (Materialabbau) oder der aktuelle Planungsstand nachgeführt wurde (Naturgefahren).

Bevor der Richtplan in Kraft treten kann, muss der Kantonsrat der Vorlage zustimmen. Anschliessend wird der Richtplan beim Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation eingereicht. (mai/mgt/sda)