Kaum neue Bauzonen in nächsten 20 Jahren

Kaum neue Bauzonen in nächsten 20 Jahren

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Um die Zersiedelung im Kanton Schaffhausen einzudämmen, sollen während der kommenden 20 Jahre nur noch in Ausnahmefällen neue Bauzonen geschaffen werden. Das sieht der revidierte Richtplan vor, der zurzeit aufliegt.
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Unbebautes Gebiet bewahren: Idylle in Stein am Rhein.
 
 
„Mit der Gesamtrevision des Richtplanes werden wichtige Pflöcke für die Steuerung der Siedlungsentwicklung eingeschlagen“, hält der der Regierungsrat in seiner Medienmitteilung fest. Eine Kehrtwendung in der Siedlungspolitik sei unabdingbar. Letztmals war der Richtplan im 1998 überarbeitet worden.
 
Der revidierte Richtplan legt fest, dass die bauliche Entwicklung im bestehenden Siedlungsgebiet gefördert wird und dass während der kommenden 20 Jahre nur in Ausnahmefällen zusätzliche Bauzonen geschaffen werden. Daneben sollen die im Richtplan enthaltenen Grundlagen in den verschiedenen Bereichen aktualisiert werden; dazu zählen insbesondere Verkehrswege, potentielle Naturgefahren und energiepolitische Zielsetzungen. Zudem sieht der Richtplan vor, dass Kanton und Gemeinden ihre räumliche Entwicklung über die bestehenden Grenzen hinweg koordinieren: Sie sollen die Modernisierung bestehender Wohnflächen, die Nachverdichtung vorhandener Baugebiete, die Entwicklung schlecht genutzter Bauzonen vermehrt aufeinander abstimmen. Dies gilt auch für Verkehrswege und Wohngebiete im Allgemeinen. Neuland betritt Schaffhausen mit der Festlegung von vier Standorten für Grosswindanlagen. Bisher sei die Frage solcher Anlagen über geltende Ausschlusskriterien festgehalten worden.
 
Der Richtplan liegt noch bis zum 20. Juni auf. Hat der Kanton danach über ihn entschieden hat, wird der Richtplan dem Bundesrat zur abschliessenden Genehmigung vorgelegt. - Zum letzten Mal überarbeitet wurde der Richtplan 1998. (mai)