Kanton Zürich sagt Ja zur Limmattalbahn

Kanton Zürich sagt Ja zur Limmattalbahn

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Die Stimmberechtigten beinahe aller Bezirke des Kantons Zürich sagten am Wochenende Ja zu Krediten für den Bau der Limmattalbahn und für begleitende Strassenprojekte von insgesamt 646 Millionen Franken. Das Pikante daran: Der vom neuen Tram betroffene Bezirk Dietikon  lehnte die Vorlage ab.

Bekämpft worden war sie zur Hauptsache im Limmattal selbst. Den Gegnern ist es auch zu verdanken dass es zur Abstimmung gekommen ist: Die Dietiker IG „Limmattalbahn - Nein!“ hatte das Referendum ergriffen, unter anderem wegen in ihren Augen „unrealistischen Projektgrundlagen“ und weil die IG die Streckenführung als problematisch erachtete. Zudem kritisierte sie, dass mit der neuen Tramlinie Sicherheitsrisiken verbunden sind.

Das zürcherische Limmattal mit S-Bahn und Bus sei bereits hervorragend erschlossen, heisst es auf der Website zur Nein-Kampagne. Und so sprach denn auch Nein-Komitee-Präsident Christian Meier gestern von einem „schwarzen Tag“ für die Region. Anders sieht es Volkswirtschaftsdirektoren Carmen Walker-Späh: Die Bahn werte das wachsende Limmattal bezüglich der Lebensqualität, aber auch als Arbeitsort auf. Was die Ablehnung der umliegenden Gemeinden anbelangt, rechnet sie damit, dass das Limmattal den Volksentscheid eines Tages schätzen wird.

Immerhin stehen die Ampeln für das  ambitionierte ÖV-Projekt mit dem Ja der Zürcher nun definitiv auf Grün. Denn der Kanton Aargau hat bereits letzten Frühling Beiträge für die Limmattalbahn von total 180 Millionen Franken gutgeheissen.  (mai / Material der SDA)