Kalk im Trend

Kalk im Trend

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Teaserbild-Quelle: Stefan Breitenmoser

Kalk ist als Qualitätsbaustoff für spezielle Oberflächen gefragter denn je. Im Rahmen der Sonderschau „Kalk baut mit“ an der appli-tech präsentiert der Expertenverband Calcina, wozu das Baumaterial fähig ist.

„Wir stellen den Kalk in allen seinen Formen vor“, erklärt Carlo Vagnières, Vorstandsmitglied des Verbandes Calcina. Vom Brennen des Kalks über das Löschen bis zum Mengenverhältnis beim Mischen erfährt der interessierte Besucher an der Sonderschau „Kalk baut mit“ so einiges über den einzigartigen Baustoff. „Wir wollen hier die Möglichkeiten von Kalk vorstellen“, so Vagnières.

Aus diesem Grund legt Calcina an der appli-tech die Themen „Löschen und Sumpfen“, „Grundputz und Mörtel“, „Deckputz und Sgraffito“ und „Farben und Pigmente“ wörtlich auf den Tisch. „Vom Löschen von Sumpfkalk bis zum feinsten Stucco – mit Kalk ist fast alles möglich“, meint Vagnières. Abgesehen davon sei der Baustoff gefragter denn je.

Guter CO2-Binder

Den Verband Calcina gibt es indes erst seit 2011. Er versteht sich in erster Linie als neutrale Anlaufstelle für Fragen aller Art. „Wir wollen vor allem das Wissen erhalten, den Umgang mit Kalk lehren und den Austausch fördern“, erklärt Vagnières. Deshalb denkt der Verband auch darüber nach, ab 2016 eine Ausbildung anzubieten.

Die rund 40 Mitglieder, welche der Verband zurzeit zählt, sind sehr heterogen zusammengesetzt. „Bei uns im Verband finden sich Kalkproduzenten, Gipser, Architekten, Künstler, Denkmalpfleger und sogar eine Umwelttechnikerin“, sagt Vagnières. Letztere kümmere sich vor allem um die ökologischen Aspekte des Kalks. Diese sind überaus gut, da Kalk CO2 permanent bindet. „Daher kommt auch das gute Wohngefühl. Alles atmet und es gibt keine chemischen Abgase“, erläutert Vagnières.

Erhöhtes Interesse

Die guten ökologischen Werte des Kalks seien mitunter auch ein Grund, weshalb das Interesse am Kalk in letzter Zeit wieder gestiegen sei. Denn die umweltpolitischen Rahmenbedingungen erforderten wieder des Öfteren wie beispielsweise bei der Denkmalpflege den Einsatz von Kalk. Deshalb brauche es auch den Verband Calcina. „Denn wir können als neutrale Instanz bei der Frage helfen, was, wann und wo am besten zum Einsatz kommt“, so Vagnières. (Stefan Breitenmoser)

Weitere Infos unter www.calcina.ch