Jens Alder verlässt IWB und wird Alpiq-Verwaltungsratspräsident

Jens Alder verlässt IWB und wird Alpiq-Verwaltungsratspräsident

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Die Industriellen Werken Basel (IWB) brauchen einen neuen Verwaltungsratspräsidenten: Jens Alder soll Ende April das Präsidium des Energiekonzerns Alpiq übernehmen. Er verlässt deswegen die IWB Ende April. Wann seine Nachfolge bestimmt wird, ist noch offen.

Die Alpiq-Generalversammlung soll Alder am 30. April zum neuen Präsidenten des Verwaltungsrats wählen, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Alder soll bei Alpiq Hans Schweickardt ablösen, der das 70. Altersjahr erreicht hat und sich daher nicht mehr für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung stelle.

Alder war von 1999 bis 2006 Swisscom-Chef. Davor war er unter anderem für den französischen Telekommunikationsausrüster Alcatel tätig. Seit 2008 ist Alder professioneller Verwaltungsrat. Unter anderem ist er Verwaltungsratspräsident der Krankenversicherung Sanitas und der Werbevermarkterin Goldbach Group.

Den IWB-Verwaltungsrat präsidiert Alder seit Anfang 2010. Er hat die Verselbständigung der IWB aus der kantonalen Verwaltung mitgestaltet. Die baselstädtische Regierung bedauerte seinen Abgang per Communiqué und verdankte seine Verdienste. Die IWB könnten heute in den zunehmend freien Energiemärkten erfolgreich agieren.

Alders IWB-Mandat macht bis heute ein Pensum von 30 bis 40 Prozent aus. In seiner Amtszeit wurden die IWB aus der Kantonsverwaltung herausgelöst und in eine öffentlich-rechtliche Anstalt umgewandelt. Ein siebenköpfiger Verwaltungsrat löste die frühere Werkkommission ab. Mit Vorarbeiten war Alder bereits ab Oktober 2010 betraut.

Für seine Nachfolge läuft das übliche Prozedere bereits; Wahlinstanz ist die Regierung. Ob ein nahtloser Übergang möglich ist, hängt von der noch zu findenden Person ab – Alders neue Aufgabe bei Alpiq ist aus Konkurrenzgründen nicht kompatibel mit dem IWB-Präsidium, wie im Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt zu erfahren war. (sda)