Jedes siebte Produkt weist Mängel auf

Jedes siebte Produkt weist Mängel auf

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Das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) hat vergangenes Jahr rund 1500 elektrische Haushaltgeräte, Installationszubehör, Komponenten, Werkzeuge und andere elektrotechnische Produkte auf ihre Sicherheit geprüft. 14 Prozent davon wiesen Mängel auf. Das sind klar mehr als im 2010: Damals waren es noch 8 Prozent.
 
Die Beanstandungen reichen von unvollständigen Sicherheitsnachweisen bis hin zu gravierenden sicherheitstechnischen Mängeln. Dies geht aus einem Bericht des Eidgenössischen Starkstrominspektorates (ESTI) hervor. Die Erhebung durch das ESTI erfolgt anhand von Stichprobenkontrollen.
 
Auf dem inländischen Markt überprüft das ESTI jährlich etwa 1500 Niederspannungserzeugnisse mit Strichproben. Kontrolliert wird bei Grossverteilern und an Messen. Zudem werden auch Werbungen für elektrotechnische Produkte sowie Angebote auf Verkaufsportalen und Websites überprüft. Allein 16 Prozent der Kontrollen wurden aufgrund von Meldungen unzufriedener Konsumenten und von Mitbewerbern durchgeführt. Die Palette reicht von Haushaltgeräten über Handwerkzeug, Installationszubehör und elektrotechnischen Komponenten bis hin zu Geräten für Büro, Informatik und Beleuchtung. Abgeklärt wurden auch Apparate und Werkzeuge für Heimwerker und Hobbyanwender.

Verkaufsverbote in gravierenden Fällen

Gemäss Verordnung über Niederspannungserzeugnisse (NEV) müssen die Anbieter die sicherheitstechnischen Nachweise für ihre Produkte erbringen können. Dasselbe gilt auch für die Einhaltung der Verordnung über Geräte und Schutzsysteme zur Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen (VGSEB). Ist ein Mangel für den Benutzer eine Gefahr, verbietet das ESTI den Verkauf. Als Folge davon, wurden 44 Verkaufsverbote oder vielmehr Verkaufsstopps ausgesprochen. Davon betroffen waren unzulässige Reiseadapter, falsche und Stecker bzw. Verlängerungskabel, IT-Geräte und Erzeugnisse für die Benutzung in Haushalt und Gewerbe. Auch nicht berührungssichere LED-Röhren gehörten dazu. Dabei wurden sechs Erzeugnismodelle von den Vertreibern zurückgerufen.

Handel und Schweizer Produzenten interessiert

Im Handel, bei Schweizer Produzenten, Handwerkern und Verwender finde die Marktüberwachung durch das ESTI Zustimmung, heisst es in der Medienmitteilung. Ziel sei es, dass in der Schweiz nur sichere elektrische Erzeugnisse auf den Markt gelangten. Die Beachtung technischer Deklarationen auf Typenschildern und Labels sei wichtig. In der Schweiz sind dies das das Sicherheitszeichen des ESTI und das SEV-Konformitätszeichen von Electrosuisse. So gekennzeichnet sollen die entsprechenden Produkte, laut dem ESTI die Sicherheit geben, dass sie von einer akkreditierten Stelle zertifiziert worden sind und den sicherheitstechnischen Normen entsprechen. (mai/mgt)