Jeder neunte Neubau aus Holz

Jeder neunte Neubau aus Holz

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: Kurt Michel / pixelio.de
Holz liegt im Trend: Jeder neunte Neubau besteht aus dem nachwachsenden Baumaterial. Dies geht aus einer Studie des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV) hervor. Zudem zeigt sie, dass bei An- und Umbauten vermehrt auf Holz gesetzt wird.
 
Kurt Michel / pixelio.de
Quelle: 
Kurt Michel / pixelio.de
Beliebter Baustoff: Holz.
 
Vergangenes Jahr wurde bei 11 Prozent der Schweizer Neubauten Holz als Baumaterial verwendet. Bei An- und Umbauten lag der Holz-Marktanteil bei 23,9 Prozent. Wie die Holzbaustudie des SBV zeigt, sind die Marktanteile von Holz- und Massivbau praktisch konstant. Im Neubau habe es seit 2005 kaum Verschiebungen gegeben, hier schwanke der Anteil des Holzbaus um 11 Prozent, teilt der SBV mit. Bei An- und Umbauten hat er hingegen eine leichte Tendenz zu Holzbauten festgestellt; der Marktanteil ist von 2005 bis 2011 von 20,8 Prozent auf 23,9 Prozent angestiegen.
 
Ursachen für diesen Trend erkennt der SBV einerseits im technischen Fortschritt, der die Einsatzgebiete beim Holzbau erweitert. Andererseits in der Brandschutzverordnung: Seit 2005 erlaubt sie auch Holzgebäude mit sechs Stockwerken. So erhöhte sich der Anteil der baubewilligten Tragkonstruktionen aus Holz von 2005 bis 2011 bei Mehrfamilienhäusern von 4 Prozent auf 6 Prozent, bei An- und Umbauten von Mehrfamilienhäusern gar von 13.3 Prozent auf 26.1 Prozent. Gemessen wurde dabei die absolute Zahl der Baubewilligungen der Tragkonstruktionen.
Weil vermehrt auch grössere Objekte aus Holz entstehen, nimmt man beim SBV an, dass der Anstieg beim Bauvolumen noch etwas grösser ist. Zudem wachse der Baumarkt insgesamt, was sich nochmals positiv auf die Volumen auswirke.

Massivbau nach wie vor wichtig

Die Zahlen zeigen aber auch: Nach wie vor ist der Massivbau sehr wichtig. Im Neubau von Mehrfamilienhäusern sind die Hälfte der Tragkonstruktionen aus Beton und knapp 43 Porzent aus Backsteinen. Bei An- und Umbauten sind 41 Prozent aus Beton gebaut und 28 Prozent (aus Backsteinen.
 
Über alle Gebäudekategorien hinweg betrachtet, lassen sich im Neubau zudem kaum Veränderungen erkennen. Der Holzanteil schwankt seit 2005 in einer engen Bandbreite um 11 Prozent . Einen leichten Anstieg konnte in dieser Zeit bei den An- und Umbauten registiert werden, nämlich von 21 auf 24 Prozent. Der Betonanteil von 47 Prozent sowie derjenige von Backsteinen mit 23 Prozent verdeutlichen hier, dass die Massivbauweise wichtig ist.  (mai/mgt)