Ist Facebook auch eine Bevölkerungskarte?

Ist Facebook auch eine Bevölkerungskarte?

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Energie- und Transportnetze besser planen Dank Facebook? Der Netzwerkgigant will dies mit einer Bevölkerungskarte der Erde ermöglichen. Sie soll um das Zehnfache genauer als herkömmliche sein. Die Basis dazu liefern unter anderem Facebookdaten.

Mit rund 1,6 Milliarden Nutzern hat Facebook Zugriff auf gigantische Datenmengen. Kombiniert man diese mit Daten der amerikanischen Columbia University, die dank ihrem Projekt «Gridded Population of the World» über eine der weltweit besten Bevölkerungskarten verfügt, sowie mit hochaufgelösten Bildern aus dem Orbit, dann kann eine äusserst genaue Karte der globalen Bevölkerung erstellt werden. Sie macht nicht nur sichtbar, wo wie viele Menschen zu Hause sind, sondern auch beispielsweise wo es wie gut um Internetzugang oder Stromversorgung bestellt ist. Gleichzeitig gibt die Karte Auskunft darüber, mit welchen Technologien solche Lücken am besten behoben werden. Das ist nicht alles: «Sie kann auch helfen, Gesundheitseinrichtungen zu platzieren oder Energie- und Transportnetzwerke zu planen», sagt Robert Chen vom «Columbia Center for International Earth Science Information Network». Bisher hat Facebook für zwanzig Länder solche Karten erstellt, darunter sind Staaten wie ­Nigeria, Kenya, Uganda, Usbekistan oder Indien, wo die Landbevölkerung kaum Zugang zum World Wide Web hat. Weitere sollen folgen. (mai)