„Innovativen Menschen und Organisationen einen Ansporn geben“

„Innovativen Menschen und Organisationen einen Ansporn geben“

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Alle zwei Jahre vergibt die Stiftung pro Aqua – pro Vita den Umweltpreis: An der kommenden Swissbau zeichnet sie besonders innovative Konzepte, Projekte und Produkte aus. „baublatt.ch“ hat bei Geschäftsführerin Theresia Saner nachgefragt, warum man sich für den Preis bewerben soll und und wie sie es in ihrem Alltag mit dem Thema „Umwelt“ hält.
 
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Ein Herz für die Umwelt: Theresia Saner.
 
Seit vielen Jahren ist Theresia Saner Messeleiterin bei der Messe Schweiz (Basel) AG. Zurzeit zeichnet sie verantwortlich für die Messen Holz, Fachmesse für die Holzbearbeitungsbranche und für die Pack&Move, Fachmesse für Logistiklösungen und Verpackungstechnologie. Saner ist seit vergangenem März Geschäftsführerin der Stiftung pro Aqua – pro Vita, die alle zwei Jahre den Umweltpreis der Schweiz vergibt.
 
Der Umweltpreis wird von der Stiftung pro Aqua – pro Vita vergeben. Weshalb engagiert sich die Stiftung mit einem solchen Preis und was erhofft man sich davon?
Theresia Saner: Die Stiftung pro Aqua – pro Vita unterstützt mit dem Umweltpreis der Schweiz innovative Technologien, Verfahren, Konzepte oder Produkte sowie Massnahmen zu deren Umsetzung in der Praxis. Voraussetzung ist, dass diese in besonderem Mass zum Umweltschutz und zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen beitragen. Als Stiftung möchten wir mit unserem Beitrag innovativen Menschen und Organisationen einen Ansporn geben, damit sie weiterkommen und unsere Gesellschaft auf dem Weg der Nachhaltigkeit vorwärts bringen.
 
Warum sollen Firmen am Umweltpreis teilnehmen?
Der Umweltpreis der Schweiz ist ein tolles Sprungbrett für innovative Unternehmen. Dies zeigt das Beispiel von Cobiax Technologies AG, dem letztjährigen Gewinner in der Kategorie Innovation. Obschon die Rohbaubranche eher als konservativ betrachtet werden kann, steht das Unternehmen heute, mehr als ein Jahr nach der Auszeichnung, sehr gut da. Einerseits konnte die Auftragslage im Vergleich zur Vorjahresperiode verdoppelt werden und andererseits hat das Unternehmen den Sprung nach Asien gewagt. Auch Walter Schmid, Vater der Umwelt-Arena in Spreitenbach ist überzeugt, dass die Anerkennung als Ecopreneur genau im richtigen Moment kam und dem Projekt Umwelt-Arena zusätzliche Bekanntheit, Glaubwürdigkeit und Publizität eingebracht hat. Wenn wir mit unserem Beitrag diesen Unternehmen und Persönlichkeiten im richtigen Moment die passende Unterstützung bieten konnten um Grosses zu ermöglichen, dann macht uns das auch stolz.
 
Was bedeutet Ihnen der Umweltpreis persönlich?
Ich finde das Engagement eines jeden einzelnen für die Umwelt wichtig, denn es gehört zu unserer Verantwortung gegenüber der folgenden Generation. Deshalb freue ich mich, wenn ich mit meiner Arbeit für die Stiftung und den Umweltpreis einen aktiven Beitrag leisten kann.
 
Was unternehmen Sie in Ihrem eigenen Alltag für die Umwelt?
Das sind viele „kleine“ Dinge wie zum Beispiel möglichst die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, die Verwendung von Bioprodukten, die Resteverwertung von Lebensmitteln, Recyceln, Abfalltrennung und so weiter.
 
Gibt es jemanden, den Sie besonders bewundern für das was er für die Umwelt getan hat oder tut? Wenn ja, weshalb?
Ich schätze alle, welche einen aktiven Beitrag für unsere Umwelt leisten und damit mit einem guten Beispiel voran gehen. Dazu gehören unter anderem Unternehmen, welche mit ihren Investitionen in Forschung und Weiterentwicklung ihrer Produkte und Dienstleistungen etwas zur Ressourcenschonung und zum Umweltschutz beitragen. Und letzthin hat mich mein Sohn damit überrascht, dass er altes gebrauchtes Notizpapier von mir wollte für seine Zeichnungen, weil das „besser für die Umwelt ist, wenn wir Papier mehrmals verwenden“. Das fand ich grossartig. (mai)
 
 

Der Umweltpreis der Schweiz

Der Umweltpreis der Schweiz, einer der höchstdotierten Umweltpreise des Landes und wird am 17. Januar 2012 im Rahmen der Swissbau von der Stiftung pro Aqua - pro Vita vergeben. Die Kategorie Innovation ist mit 50 000 Franken Preissumme festgesetzt. Es werden Projekte ausgezeichnet, die eine technologie-, verfahrens- oder produktorientierte Innovation im Umweltbereich darstellen. Daneben gibt es den Ecopreneur, den Anerkennungspreis für Unternehmer, die durch ihr nachhaltiges und langjähriges Engagement im Umweltschutz und in der Schonung natürlicher Ressourcen sichtbaren Erfolg am Markt haben. (mgt)
 
Weitere Informationen: www.umweltpreis.ch