Innovationswettbewerb: Teamarbeit für gute Lösungen

Innovationswettbewerb: Teamarbeit für gute Lösungen

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Objekt der Innovations-Ideen: Gebäudehülle des Dienstleistungszentrums des Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer- Verbands SMGV in Wallisellen.

Der appli-tech-Innovationswettbewerb 2015 ist eines der Highlights der Messe. Sieben interdisziplinäre Teams haben Lösungsvorschläge zur Sanierung einer Fassade erarbeitet, die am 4. Februar prämiert werden und an der Messe zu sehen sind.



Zusammen mit dem Patronatsverband SMGV (Schweizer Maler- und Gipserunternehmer-Verband) fördert die appli-tech das Innovationspotenzial des Branchennachwuchses. Mit dem Innovationswettbewerb 2015 gab sie jungen Architektinnen und Architekten sowie Handwerkerinnen und Handwerkern die Möglichkeit, einer Jury und dem interessierten Publikum zu beweisen, dass sie im Team innovative Bestleistungen erbringen können. Bei der Ausschreibung machten die Veranstalter deutlich, dass ihnen das Wort «Team» in diesem Zusammenhang besonders wichtig ist. Sie sind überzeugt, dass die mutigsten und besten Lösungen stets das Produkt  einer fruchtbaren Zusammenarbeit der verschiedenen am Bauprozess beteiligten Fachleute sind. Es wurde eine Preissumme von insgesamt 30 000 Franken zur Verfügung gestellt.

Praxisnahe Aufgabe

Die Problemstellung, der sich die Teams von August bis Oktober 2014 widmeten, ist eine sehr praxisnahe. Es geht um die Sanierung der Fassade eines Gebäudes, das in den Jahren der Hochkonjunktur gebaut wurde. Die energetische Modernisierung der bestehenden Bausubstanz ist eines der vorrangigen Themen, das die Baubranche in nächster Zeit beschäftigen wird. Sind im Bereich der Gebäudehülle technisch konstruktive Lösungen gefragt, die auch gestalterisch hohen Ansprüchen genügen, nehmen Farbgestaltung, Verputztechniken und Wärmedämmung einen primären Stellenwert ein. Mit dem Innovationswettbewerb soll die alte Idee der «guten Form» und der Zusammenarbeit zwischen Industrie, Handwerk und Kunst, wie sie vor 100 Jahren bei der Gründung des Schweizerischen Werkbundes 1913 postuliert wurde, eine Wiederbelebung erfahren. Im Fokus der Bemühungen stand ein Bauwerk, das eigentlich dazu prädestiniert ist, sich als gutes Beispiel einer Fassadensanierung nachhaltig in Szene zu setzen: das Dienstleistungszentrum des SMGV in Wallisellen, ein sechsgeschossiger Betonbau mit Jahrgang 1971, der erweitert und modernisiert werden soll. Ziel ist dabei die Gesamtrenovation der Gebäudehülle mit einem zukunftsgerichteten Wärmedämmkonzept, das den Vorgaben von Minergie-P-Eco genügt. Das Sanierungskonzept sollte einen Zeitraum von 40 bis 50 Jahren überdauern können.

Mut zur Innovation

Die Wettbewerbsteams hatten einen Vorschlag zu erarbeiten, der sich auf innovative Weise mit den drei Werkstoffen Farbe, Putz und Wärmedämmung auseinandersetzt. Der Auslober lud die Teilnehmenden dazu ein, ihr Fachwissen anzuwenden und gleichzeitig Mut zum experimentellen Arbeiten zu zeigen. Gewünscht wurden entwurfstechnisch und handwerklich kreative Ideen, die einen ungewohnten Umgang mit den genannten Werkstoffen zeigen, wobei der Art und Weise der Oberflächenbearbeitung sowie der Anwendung spannender Verputztechniken besondere Aufmerksamkeit zu schenken war. Die prämierten Projekte werden während der appli-tech in der Halle 2 zu sehen sein. Über eine Beteiligung am Publikumspreis können die Besucherinnen und Besucher auch ihre Meinung kundtun. (Manuel Pestalozzi)