Infrastrukturkosten machen Sanierung teurer

Infrastrukturkosten machen Sanierung teurer

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Die Instandsetzung des Zürcher Kongresshauses und der Tonhalle wird deutlich teurer als angenommen: Statt von bisher 55 Millionen Franken gehen die Verantwortlichen neu von gut 80 Millionen Franken aus. Schuld sind unterschätzte Infrastrukturkosten, der aneinandergebauten Häuser.
 
Da das Projekt viel teurer wird, will die Stadt Zürich sicher sein, dass die grosse Investition tatsächlich auch auf eine langfristige - mindestens 30- jährige - Nutzung ausgerichtet ist. Bisher ging man bei der Kongresshaus- Sanierung von 15 Jahren aus. Die Zukunft des alten Kongresshauses hängt wesentlich vom neuen Kongresszentrum ab, das an einem neuen Standort realisiert werden soll. Allerdings sind noch viele Fragen offen. Und bis sich Stadtparlament und Stimmberechtigte dazu geäussert haben, dürften zwei Jahre vergehen.
  
Der Zürcher Stadtrat hat nun entschieden, die Sanierung der 115-jährigen Tonhalle und des 70-jährigen Kongresshaus um zwei Jahre zu verschieben. Der Umbau soll nach den Festwochen 2016 beginnen. Die Wiedereröffnung ist für Herbst 2017 vorgesehen. Die gewonnene Zeit soll dazu genutzt werden, das Kongresshaus am See in eine langfristige Kongresszentrum-Strategie zu integrieren. "Zuwarten ist gescheiter, als einen falschen Bauentscheid zu fällen", sagte André Odermatt (SP), Vorsteher des Stadtzürcher Hochbaudepartementes, am Mittwoch vor den Medien. Bei der Kongresshausstiftung und bei der Tonhalle stösst die Verschiebung auf Verständnis, löst jedoch keine Begeisterung aus, wie es an der Medienkonferenz hiess. (sda)