Industriefirmen investieren weniger im Ausland

Industriefirmen investieren weniger im Ausland

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Die Schweizer Direktinvestitionen im Ausland sind im Jahr 2013 erneut gesunken. Total gingen sie von 40,6 auf 31,5 Milliarden Franken zurück. Insbesondere Industriefirmen investierten mit 11,2 Milliarden weniger im Ausland als im Vorjahr, als noch 18,4 Milliarden dorthin geflossen waren.

Vor allem in der Chemie- und Kunststoffbranche sackten die Auslandsinvestitionen von 9,4 Milliarden Franken auf 3,1 Milliarden ab, wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Freitag bekannt gab.

Auch bei der Metall- und Maschinenindustrie halbierten sich die Investitionen auf 1,7 Milliarden. Im Gegensatz dazu nahmen die Direktinvestitionen der Branchengruppe Elektronik, Energie, Optik und Uhren von 3,1 Milliarden auf 5,3 Milliarden.

Am meisten Geld floss nach Europa, wo 12,4 Milliarden investiert wurden (Vorjahr 10,4 Milliarden). Damit war Europa erstmals seit 2010 die wichtigste Empfängerregion schweizerischer Direktinvestitionen im Ausland. An der Spitze standen Grossbritannien (3,1 Milliarden) und Frankreich (2,6). Die zweitwichtigste Empfängerregion schweizerischer Direktinvestitionen im Ausland war 2013 Asien. Dorthin flossen nach dem Knick im Vorjahr 11,3 Milliarden. Das meiste Geld ging damals in die Vereinigten Arabischen Emirate (5,4) und nach China (1,9).

Personalbestand von Schweizer Firmen im Ausland gestiegen

Für schweizerische Unternehmen arbeiteten 2013 im Ausland 2,966 Millionen Menschen. Das sind zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Die Industrie beschäftigte mit 1,444 Millionen rund 24'000 Personen mehr als vor Jahresfrist. Mit einem Plus von 15'000 hatten die Chemie- und Kunststoffunternehmen den grössten Zuwachs innerhalb der Industrie. Auch die Branchengruppe Elektronik, Energie, Optik und Uhren (+9000) sowie die Metall- und Maschinenindustrie (+7000) konnten zulegen. Die Branchengruppe 'Übrige Industrie und Bau' strich indes 7000 Stellen im Ausland. (sda)