Implenia schafft 2016 Gewinnsprung

Implenia schafft 2016 Gewinnsprung

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Bild: Stoosbahnen AG

Die Implenia AG verzeichnet für das Geschäftsjahr 2016 einen markanten Gewinnsprung. Bei einem leichten Umsatzrückgang auf 3,267 Milliarden Franken von 3.288 Milliarden im Jahr zuvor realisierte das Unternehmen mit einem Plus von 20,4 Prozent einen Betriebsgewinn (EBIT) von 103,7 Millionen Franken. Das Konzernergebnis beträgt 64,5 Millionen Franken (+23,9 %), wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Der Auftragsbestand der Gruppe erreichte per Ende Dezember 2016 ein Volumen von 5172 Millionen Franken (2015: 5134 Mio. CHF). Implenia ist daher für 2017 und die Folgejahre zuversichtlich.

Bild: Stoosbahnen AG

Das operative Ergebnis der Implenia Gruppe betrug 97,9 Millionen Franken, was einer Verbesserung um 22,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 79,9 Millionen entspricht. Implenia weist laut Mitteilung für das Geschäftsjahr 2016 ein Konzernergebnis von 64,5 Millionen Franken aus (+23,9 % gegenüber 2015 mit 52,0 Mio. CHF).

Hohe Auslastung in der Romandie

Der EBIT des Segments Schweiz konnte das Unternehmen um 45 Prozent auf 56,3 Millionen Franken steigern. Der Bereich umfasst Wohn- und Geschäftsimmobilien, Total-/Generalunternehmung, Hochbau, Strassen- und Tiefbau sowie Belags- und Kieswerke. 2016 gelang dem Unternehmen die Wende im klassischen Total- und Generalunternehmergeschäft, wo man den Betriebsgewinn um rund 18 Millionen Franken steigern konnte. Die Massnahmen zur Verbesserung der operativen Leistung hätten Wirkung gezeigt und den erfolgreichen Turnaround möglich gemacht, hiess es. Der Hoch-, Tief- und Strassenbau in der Schweiz habe an die starke Leistung des Vorjahres anknüpfen könne. Insbesondere in der Romandie sei die Auslastung konstant hoch, obwohl Grossprojekte auf dem Markt fehlten. In der Deutschschweiz konnte das Geschäft indes die Erwartungen nicht erfüllen, wie Implenia schreibt

Erfolg mit eigenen Projekten

Im Immobilienentwicklungsgeschäft in der Schweiz konnte Implenia mit 37 Millionen Franken erneut einen Rekord-EBIT einfahren (2015:36.3 Mio. CHF). Grund dafür ist laut Mitteilung neben den generell guten Marktbedingungen vor allem das starke Portfolio an eigenen Projekten. In der Infrastruktursparte (Tunnelbau, Spezialtiefbau, Grossprojekte) hat Implenia laut Mitteilung ein Ergebnis über den Erwartungen erzielt. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert verbesserte sich der EBIT um 20.8 Prozent auf 14.5 Millionen Franken, wenn man die Amortisationskosten für die im Zuge des Kaufs von Bilfinger Construction erworbenen immateriellen Vermögenswerte ausklammert. Die gut laufenden Projekte in der Schweiz und Österreich im Tunnelbau sowie die gut laufenden Projekte im Spezialtiefbau in der Schweiz und Deutschland haben laut Angaben zum erfreulichen Ergebnis im Berichtsjahr beigetragen. Mit dem Zuschlag für zwei Teilabschnitte des „Grand Paris Express“ sei dem Unternehmen zudem der Vorstoss in den französischen Infrastrukturmarkt gelungen.

Marktpotenzial in Norwegen intakt

In der Sparte International (Flächengeschäfte in Deutschland, Österreich, Schweden und Norwegen) ging der EBIT auf 7,2 Millionen Franken zurück (2015: 12,1 Mio. CHF). Negativ habe sich der Geschäftsgang in Norwegen ausgewirkt. Die dortige Organisation habe nach dem Personalausbau die angestrebte Effizienz noch nicht erreicht, zudem sei das Ergebnis mehrerer Projekte ungenügend. Implenia gab mit einer Neuausrichtung Gegensteuer. Das Marktpotential in Norwegen ist aber weiterhin intakt, wie der Konzern schreibt. Die Flächengeschäfte in Deutschland und Österreich lägen auf Kurs. Die Kieswerke in Mali und an der Elfenbeinküste hätten sich erneut erfreulich entwickelt.

Der Konzern bestätigt für das Geschäftsjahr 2017 ein EBIT-Ziel von 140 bis 150 Millionen Franken. Der Aktienkurs von Implenia gibt leicht nach, er befindet sich am späten Vormittag auf 76.35 Franken. (sda/sts)