Implenia muss Ergebniskorrekturen vornehmen

Implenia muss Ergebniskorrekturen vornehmen

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Die Rekordjagd bei Implenia ist vorbei: Der grösste Schweizer Baukonzern muss einmalige Ergebniskorrekturen im Geschäftsbereich Buildings vornehmen, der komplexe Gebäude plant, ihren Bau koordiniert und diesen auch vollständig durchführt.

Wie die Implenia mitteilt schrumpft der Betriebsgewinn wegen diesen Korrekturen im ersten Halbjahr von 30 Millionen auf knapp 26 Millionen Franken.

Die Einführung neuer Prozesse, das neue Risikomanagement und insbesondere der Führungswechsel in der Westschweiz hätten zur Neubewertung einzelner laufender Projekte geführt. In der Folge habe man einmalige Ergebniskorrekturen vornehmen müssen, heisst es weiter. Die übrigen Geschäftsbereiche seien auf Kurs mit Halbjahreszahlen auf oder über den Vorjahresresultaten. Damit rückt laut Implenia für das Gesamtjahr das Rekordergebnis von 2013 ausser Reichweite. Damals hatte der Baukonzern den Umsatz um 9,2 Prozent auf

3,06 Milliarden Franken gesteigert. Der Betriebsgewinn (EBIT) verbesserte sich um 4,8 Prozent auf 115,6 Millionen Franken. Unter dem Strich verdiente die Bauriesin 82,6 Mio. Franken. Das waren 7,5 Prozent mehr als 2012.

Rückstand kann nicht mehr aufgeholt werden

Trotz der erwarteten deutlich stärkeren Entwicklung des Geschäftsbereichs Buildings kann der Rückstand laut Implenia im zweiten Halbjahr nicht mehr kompensiert werden. Das wäre der erste Gewinnrückgang, seit der grösste Baukonzern der Schweiz im Jahre 2006 aus der Fusion der Genfer Zschokke mit der Basler Batigroup entstand.

Indes erwarte Implenia nach wie vor ein operatives Ergebnis von über 100 Millionen Fraunken im Gesamtjahr 2014, teilte der Konzern heute Freitag mit. Im Februar hatte Finanzchef Beat Fellmann im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda noch mit einem Betriebsgewinn von 120 Millionen bis 125 Millionen Franken für 2014 gerechnet. Jetzt ist in der Pressemitteilung zu lesen: „Aufgrund der guten Marktpositionierung sowie der vollen Auftragsbücher bleibt Implenia zuversichtlich und hält an ihrem mittelfristigem EBIT-Ziel von 140 Mio. bis 150 Millionen Franken fest.“ (mai/sda)