Implenia mit Rekordgewinn

Implenia mit Rekordgewinn

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Der schweizerische Baukonzern verbuchte im Geschäftsjahr 2010 einen Gewinn von 52,5 Millionen Franken. Seit dem fünfjährigen Bestehen des Konzerns ist dies das beste Ergebnis. Doch auch Implenia kämpft gegen tiefe Margen.
 
«Zum fünften Mal in Folge konnten wir die Ertragskraft steigern», freute sich Anton Affentranger, Verwaltungsratspräsident der Implenia AG. Der schweizerische Marktführer im Baudienstleistungsgeschäft steigerte das operative Ergebnis um 14,8% auf 77,7 Mio. Franken und das Konzernergebnis um 11,5% auf 52,5 Mio. Franken. Ausserdem kletterte die Rendite des investierten Kapitals weiter auf 22,4% (2009 19,9%). Der Umsatz lag dabei im Vergleich zum Vorjahr leicht höher bei 2,39 Mrd. Franken (+4,8%). Für Implenia zeichne sich aus, dass Nachhaltigkeit konsequent in der Konzernstrategie verankert und umgesetzt sei, führte Affentranger an der Bilanzkonferenz zum Jahresabschluss aus. Dazu hätten alle Konzernbereiche (Tiefbau, Hochbau, Tunnelbau u.a.) beigetragen, ergänzte Implenia-CEO Hanspeter Fässler.

Optimismus trotz Margendruck

Optimistisch blickt der Konzern, der vor fünf Jahren aus der Fusion der Basler Batigroup Holding AG mit der Genfer Zschokke Holding SA entstanden ist, auch in die Zukunft. Der Auftragsbestand liegt per Ende Geschäftsjahr mit 3,07 Mrd. Franken (2009: 3,45) weiterhin auf einem hohen Niveau. Den Markt für Bauunternehmen beurteilt Anton Affentranger als «stabil». Eine «generelle Immobilienblase» kann er nicht erkennen, wenn die Preise mit den durchschnittlichen Einkommen verglichen werden, «ausser vielleicht in der Genferseeregion». Den europäischen Baumarkt sieht er auf Erholungskurs, nach einem gewaltigen Knick im Vorjahr, den manche Unternehmen nur dank antizyklischen staatlichen Massnahmen einigermassen durchstanden hätten.
 
Der Preisdruck der Branche hingegen gibt dem Verwaltungsrat zu denken: «Die schlechten Margen sind harte Realität.» Implenia versucht sich mit weiterer Produktivitätssteigerung dagegen zu stemmen. «Doch das ist harte Schweissarbeit.»

Höhere Dividende

Vom positiven Geschäftsverlauf sollen auch die Aktionäre profitieren. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vor, die Dividende gegenüber dem Vorjahr um fast 30% auf 0,9 Franken zu erhöhen. Wie angekündigt werden zudem Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger und Theophil Schlatter (Geschäftsleitung Holcim u.a.) für die Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. (ur)