Implenia: Jahr der Rekorde

Implenia: Jahr der Rekorde

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Der Bauboom in der Schweiz und Erfolge in Norwegen bescherten Implenia erneut ein Glanzergebnis. Umsatz und Gewinn kletterten auf den höchsten Stand, seit aus der Fusion der Zschokke und der Batigroup der grösste Schweizer Baukonzern entstanden ist.

"Wir haben neue Rekorde bei Umsatz, Betriebsgewinn und Konzerngewinn erzielt», sagte Implenia-Chef Anton Affentranger an der Bilanzmedienkonferenz. Der Umsatz ist um 9,2 % auf 3,06 Mia. Fr.  geklettert. Der Betriebsgewinn (EBIT) verbesserte sich um 4,8 % auf 115,6 Mio. Fr.. So verdiente der Bauriese 7,5 % mehr als Vorjahr, das heisst 82,6 Mio. Fr.. Implenia konnte sich in allen Bereichen steigern mit Ausnahme des Tunnelgeschäfts. Dies unter anderem wegen der auslaufenden Neat-Aufträge und der fehl geschlagenen Expansion in den Mittleren Osten. Damit sank der Umsatz im Tunnelgeschäft um 12,2 % auf 292,1 Mio. Fr.. Der Betriebsgewinn fiel gar um 42,8 % auf 20,4 Mio. Fr.. Diesen Rückgang habe man erwartet, so Affentranger. Am stärksten steigern konnte sich Implenia in Norwegen, wo der Konzern eine Reihe von Grossaufträgen an Land gezogen hat. Hier verdreifachte sich der Betriebsgewinn auf 10,3 Mio. Fr..  Auch im Schweizer Geschäft legte der Baukonzern teils deutlich zu. Besonders gut unterwegs ist die Sparte «Buildings», die komplexe Gebäude plant, den Bau koordiniert und vollständig durchführt. Sie konnte den Betriebsgewinn (EBIT) um knapp ein Fünftel auf 23,6 Mio. Fr. steigern.

Renovationsgeschäft gut unterwegs

Deutlich besser fiel das operative Ergebnis auch im noch in den Kinderschuhen steckenden Renovationsgeschäft aus: Es überschritt erstmals die Gewinnschwelle. Affentranger sieht hier Wachstumschancen für Implenia in der Schweiz. Alleine der Renovationsmarkt für Wohnungen und Infrastrukturbauten mache ein Viertel des gesamten inländischen Baumarkts aus. Im Bereich «Bau Schweiz» legte der Umsatz um 6,9 % auf 925 Mio. Fr. zu, während der Betriebsgewinn lediglich um 1,1 % auf 22,5 Mio. Fr. stieg.

Auch für die Zukunft ist man zuversichtlich. Die Auftragsbücher seien gut gefüllt, so Affentranger. Markttreiber seien der Wohnungsbau und die stabilen Infrastrukturinvestitionen der öffentlichen Hand. Mit einem Auftragsbestand von 3,6 Mrd. Fr. seien 62,5 % des Umsatzes von 2014 schon gesichert. Für 2014 rechnet Implenia mit einem Betriebsgewinn von 120 Mio. bis 125 Mio. Fr.  Damit will die Gruppe das mittelfristige Betriebsgewinnziel von 140 Mio. bis 150 Mio. Fr. erreichen.   (mai/sda)