Immobilienwirtschaft: Die Lage bleibt angespannt

Immobilienwirtschaft: Die Lage bleibt angespannt

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Teaserbild-Quelle: flickr.com, die einzig wahre kratzdistel!, CC

In der aktuellen Ausgabe des Schweizer Immobilienbriefs stellen Experten für den Gewerbeimmobilienmarkt verhaltene Prognosen. Und sie machen einen Trend hin zu Immobilieninvestments im Ausland aus.

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Wohnsiedlung, Symbolbild

Die Leerstände in Bürohäusern nehmen zu, bei den Detailhandelsflächen herrscht wenig Bewegung, und bei den Wohnimmobilien – ausser bei Mehrfamilienhäusern – sinken die Preise. Viel Neues sei den jüngst veröffentlichten Berichten zu den Schweizer Immobilienmärkten nicht zu entnehmen, heisst es im aktuellen Schweizer Immobilienbrief. Was sind die Gründe für die angespannte Lage auf dem Markt? Und wohin führen die Trends?

Was die Leerstände bei Gewerbeimmobilien angeht, so sind sie offenbar durch anhaltende Flächenkonsolidierungen der Unternehmen und die Fertigstellung von Neubauten bedingt, heisst es. Ausserdem würden für bevorzugte Lagen in Zürich im Schnitt 1,1 Prozent weniger bezahlt als noch vor einem Jahr. Die Preise in Basel und Genf stagnierten.  Die traditionelle Expertenbefragung des Hauseigentümerverbands Schweiz (HEV) hätte ergeben, dass 57 Prozent der Teilnehmer ein leicht rückläufiges Preisniveau für Büro- und Geschäftsliegenschaften erwarten. 13 Prozent würden gar stark rückläufige Preise prognostizieren. Mit konstanten Preisen rechnen 25 Prozent. Von steigenden Preisen gehe so gut wie niemand aus.

Wie es im Immobilienbrief weiter heisst, setze einzig der Markt für Mehrfamilienhäuser einen Lichtblick. Hier seien die Preiserwartungen positiv. Gemäss HEV würden in diesem Marktsegment für 2015 von 56 Prozent der Teilnehmer konstante und von 36 Prozent steigende Preise erwartet.

Weiterhin hart umkämpft ist offenbar der Markt für Schweizer Anlageimmobilien. Die Preise für die meisten Objekte an guten Lagen seien hoch, die Anfangsrenditen tief. Mehr und mehr Investoren denken ausserdem daran, Immobilieninvestments im Ausland zu tätigen. Aber hier müsse man genau hinschauen. Denn die kritische Prüfung des ausländischen Partners etwa komme nach wie vor zu kurz. Viele Anleger gewichteten bei ihrer Auswahl die Lage, das makroökonomische Umfeld, die Spreads gegenüber risikolosen Anlagen und noch vieles mehr, unterschätzten aber oft den Einfluss des Managements. (pd/mt)