Immobilienhändlerverband im Visier der Weko

Immobilienhändlerverband im Visier der Weko

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Die Wettbewerbskommission (Weko) hat eine Untersuchung gegen einen Immobilienhändlerverband, die Neuenburger Sektion der „Union Suisse des professionels de l’immobilier“ (USPI – Neuchâtel), eröffnet. Ebenfalls davon betroffen sind auch einzelne Mitglieder.
 
Mit dieser Untersuchung will man feststellen, ob die Anwendung des vom Verband publizierten Tarif-Merkblattes gegen das Kartellgesetz verstösst. Bei der USPI-Neuchâtel handelt es sich um eine Vereinigung von im Kanton ansässigen Immobilienmakler und -verwaltungsunternehmen. Auf ihrer Website veröffentlicht der Verband USPI-Neuchâtel seit einigen Jahren ein Merkblatt mit Honorarempfehlungen für seine Mitglieder.
 
Bei den Vorabklärungen der Weko hat sich herausgestellt, dass es Anzeichen gibt, die darauf hindeuten, dass durch die Anwendung der Honorarempfehlungen der Wettbewerb zwischen den Unternehmen auf den betroffenen Märkten eingeschränkt werden könnte. Dies geht aus einer Mitteilung der Weko hervor. Die Untersuchung solle nun aufzeigen, ob die Anwendung des betreffenden Merkblattes tatsächlich eine Abrede zur Festsetzung von Preisen und damit eine unzulässige Wettbewerbsabrede darstelle, heisst es weiter. (mai/mgt)