Immobilienanleger rechnen mit leicht rückläufigem Markt

Immobilienanleger rechnen mit leicht rückläufigem Markt

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Professionelle Anleger rechnen im Schweizer Wohnungsmarkt noch immer mit steigenden Preisen. Bei anderen Liegenschaften, etwa bei Büros, erwarten sie hingegen Preisrückgänge. Dies zeigt eine Umfrage bei professionellen Investoren, Pensionskassen, Versicherungen und Fonds des Beraterunternehmens KMPG.

Dieser sogenannte "Swiss Real Estate Sentiment Index" des Beratungsunternehmens KPMG wurde am Dienstag zum dritten Mal in Folge veröffentlicht. Er ergibt sich aus Einschätzungen zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie zur Preisentwicklung auf dem Immobilienanlagemarkt.

Was die geografische Lage betrifft, gehen die Anleger davon aus, dass Immobilien an zentralen Standorten, wie etwa Zürich, nach wie vor teurer werden. Die Preiserwartungen für die Mittelzentren, wie Olten oder Winterthur, sind hingegen negativ. Objekte ausserhalb der Zentren an peripheren Lagen werden günstiger. Bei der wirtschaftlichen Entwicklung rechnet der Schweizer Anlagemarkt mit einer leichten Verbesserung. Dies geht aus einer am Dienstag publizierten Umfrage bei professionellen Investoren, Pensionskassen, Versicherungen und Fonds hervor.

Die Umfrageergebnisse wurden zu einem Index gefasst. Zwar notiert der Index bei -5,3 Punkten und damit leicht schlechter als im Vorjahr (-1,9 Punkte). Doch die Veränderung ist marginal. Der Markt dürfte aus Anlegerperspektive demnach stabil bleiben oder sich höchstens leicht negativ entwickeln. "Die Stimmungslage auf dem Schweizer Anlagemarkt ist nach wie vor als neutral zu charakterisieren", sagte Ulrich Prien, Sektorleiter Immobilien bei KPMG vor den Medien in Zürich.

Die grösste Gefahr für den Immobilienmarkt sehen die Befragten in regulatorischen Massnahmen. Laut KPMG hat dies mit bereits beschlossenen oder diskutierten Massnahmen zu tun im Zusammenhang mit der Masseneinwanderungsinitiative, der Verschärfung der Lex Koller oder auch der Unternehmenssteuerreform lll, mit der die kantonalen Steuerprivilegien für Holdings und andere Spezialgesellschaften abgeschafft werden sollen.

Des weiteren wurden die Anleger zu ihren Investitionen im Ausland befragt. Als grösstes Hindernis erachten sie dabei fehlendes Know-how, gefolgt von Währungsrisiken. Die Konkurrenz durch ausländische Investoren in der Schweiz ist aber klein: Die Investoren bekommen sie erst ab einem Anlagevolumen ab 50 Millionen Franken zu spüren. (mai/sda)