Immobilien: Gegensätzliche Entwicklungen

Immobilien: Gegensätzliche Entwicklungen

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: wikimedia.org, Lemon_ho, CC

Während in der Schweiz die Immobilienpreise immer weiter steigen, zeigt sich in England und vor allem in Frankreich ein anderes Bild: Die Preise stagnieren oder fallen gar.

Quelle: 
wikimedia.org, Lemon_ho, CC
Zürich, Symbolbild

Der Immobilienmarkt in der Schweiz droht noch immer zu überhitzen. Die Preise für Wohneigentum sind auch im dritten Quartal angestiegen. Wie „Cash“ schreibt, sind sie von Ende Juni bis Ende September um 0,7 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vorquartal ist das zwar eine Abkühlung, denn der Anstieg betrug damals 1,2 Prozent. Auf Jahresbasis beträgt die Steigerungsrate aber 2,9 Prozent, womit sie sich nahe am langjährigen Durchschnitt von 2,8 Prozent bewegt. Branchenvertreter sehen derzeit zumindest eine Verlangsamung der Entwicklung.

Viele Bürger halten den Erwerb eines Eigenheims sowie die Geldanlage in Liegenschaften jedoch nach wie vor für besonders sicher. In Zeiten der Geldschwemme der Zentralbanken gilt es auch als vorteilhaft, das Kapital in Sachwerten wie Immobilien anzulegen.

Zögernde Anleger

Auch in Frankreich sind die Zinsen tief. Aber potenzielle Käufer zögern offenbar, verschieben ihre Entscheidungen und suchen Ausflüchte, heisst es in der Frankfurter Allgemeine. Demnach gehen derzeit vor allem grössere Wohnungen für Familien schlecht weg.

Die Bodenpreise sind ebenfalls gefallen. In Paris ist der durchschnittliche Quadratmeterpreis im September um zwei Prozent gesunken. Das ist zwar immer noch ein hohes Niveau – aber es scheint stetig abwärts zu gehen. Denn zwischen Anfang Juli und Ende August waren die Preise bereits schon um 1,5 Prozent gefallen, und seit Anfang Jahr beträgt der Nachlass drei Prozent. In den letzten drei Jahren betrug der Preisrücktang satte 9,1 Prozent.

Geisterstrassen

Auch am Londoner Immobilienmarkt wird die Luft offenbar dünner. Laut der Frankfurter Allgemeinen zeigt eine Reihe von Preisindizes, dass die Zeiten steigender Preise in Englands Hauptstadt vorbei sind. Kürzlich veröffentlichte Zahlen weisen für den August zwar einen rasanten Preisanstieg um 19,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat aus. Gegenüber Juli aber ist der durchschnittliche Preis eines Eigenheims um 0,1 Prozent gesunken.

Während in den vergangenen Jahren scharenweise vermögende Anleger ihr Geld nach London getragen und in Immobilien investiert hatten, gibt es heute in Nobelvierteln wie Mayfair, Chelsea und Knightsbridge sogenannte Geisterstrassen voller unbewohnter Luxushäuser. (mt/pd)


[[Slideshow]]