„Ich will Weltmeister werden“

„Ich will Weltmeister werden“

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Teaserbild-Quelle: Bilder: Stefan Breitenmoser

Sandro Dörig aus Appenzell ist aktueller Maurer-Schweizermeister. An der Baumaschinen-Messe Baumag in Luzern zeigt er zusammen mit zwei Berufskollegen sein Können. Das Schaumauern sieht er vor allem als Vorbereitung für die Weltmeisterschaft in Brasilien.

„Der Schweizermeister-Titel an den SwissSkills macht mich sicher sehr stolz, doch wenn ich im August nach Brasilien an die WorldSkills fahre, ist auch dort der erste Platz mein Ziel“, erklärt der 21-jährige Sandro Dörig aus Appenzell. Deshalb sei das Schaumauern, das er zurzeit an der Baumag auf der Luzerner Allmend bestreitet, ein gutes Training. „Die Zuschauer stehen sehr nah. Das bin ich nicht gewohnt. Doch in Sao Paulo wird es ebenfalls viele Zuschauer haben“, so der Maurer-Lehrling der StreuleBau AG.

Tatsächlich ist das Schaumauern, das von den Maurerlehrhallen Sursee organisiert wird, eine der Attraktionen an der diesjährigen Baumag. Mit viel Präzision und Kunstfertigkeit mauert Dörig zusammen mit Kevin Hofer und Flavia Schnoz, der Dritt- respektive die Sechstplatzierte der Schweizermeisterschaft, während der vier Messetage die Schriftzüge „Baumag“, „Debrunner Acifer“ plus einen 3D-Schriftzug. Unterstützt werden die jungen Maurer dabei von Markus Schäfer und Thomas Anderhub, Instruktoren der Maurerlehrhallen Sursee.

Werbung für Sursee

„Wir haben bisher viel positives Feedback erhalten. Das zeigt, dass das Schaumauern eine gern gesehene Abwechslung an der Messe ist“, sagt Anderhub. Man habe schon viele junge Leute für den Maurer-Beruf und den Campus Sursee begeistern können, was auch der Sinn des Schaumauerns sei. „Wir können mit unserer Präsenz hier zeigen, dass Maurer nicht nur Rohbauten erstellen, sondern auch sehr detailliert, ja kunstvoll arbeiten“, so Anderhub.

Diese Kunstfertigkeit sticht jedem Zuschauer natürlich sofort ins Auge. Die Präzision, welche die drei Maurer schon in jungen Jahren an den Tag legen, beeindruckt. „Mental ist es strenger, auf der Messe zu arbeiten. Doch ich höre einfach nicht zu, wenn ein Zuschauer mit mir redet“, so Dörig.

Ziel: Goldmedaille

„Gut ist, dass wir hier keinen Zeitdruck haben. Beim Wettkampf ist dieser nämlich das grösste Problem“, meint der Schweizermeister. Damit er in Brasilien vorne dabei sein kann, will er das Arbeiten unter Zeitdruck aber noch trainieren. „In den Sommerferien habe ich sechs Wochen Zeit. Dann werde ich das Training intensivieren.“ Unterstützung erhält er dabei auch von seinem Lehrbetrieb StreuleBau AG. „Der Chef kommt immer zu den Wettkämpfen und wird sogar mit mir nach Brasilien fliegen“, so Dörig. Dass es dort schwierig wird, ist dem jungen Appenzeller allerdings bewusst, zumal er die Konkurrenz nicht wirklich kennt. Doch seine Haltung ist klar: „Ich gehe an die WorldSkills, um zu gewinnen. Sonst kann ich ja gleich zu Hause bleiben.“ (Stefan Breitenmoser)