Hypozinsen steigen weiter an

Hypozinsen steigen weiter an

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Nachdem die Zinsen vergangenen Herbst auf einem historischen Tiefststand gelegen sind, scheint die Wende erreicht: Die Hypozinsen für Festhypotheken sind im vierten Quartal 2016 angestiegen. Sie liegen wieder auf dem Niveau vom Frühjahr letzten Jahres. – Dies zeigt der aktuelle Hypothekenbarometer des Internetvergleichsdienstes Comparis.

Die Zinsen für Festhypotheken haben im vierten Quartal 2016 zugelegt. Gegenüber dem Vorquartal werden zehnjährige Laufzeiten zu 0,2 Prozentpunkten mehr verzinst und belaufen sich nun auf 1,62 Prozent. Die Nachfrage nach langen Laufzeiten hat sich weiter zulasten der kurzen und mittleren Laufzeiten akzentuiert.

Ein starker Anstieg kaum zu erwarten

Neben den Zinsen für zehnjährige Festhypotheken haben sich auch die Richtzinsen für fünfjährige Festhypotheken im Vergleich zum letzten Quartal leicht erhöht: von 1,08 auf 1,14 Prozent. Die Zinsen für einjährige Festhypotheken blieben auf dem Niveau von rund einem Prozent.

Obwohl seit der amerikanischen Präsidentschaftswahl und der Zinserhöhung der Federal Reserve ein leichter Aufwärtstrend bei den Hypozinsen auszumachen ist, gehen laut Medienmitteilung von Comparis viele Marktteilnehmer mittelfristig eher von einer Seitwärtsbewegung aus. „Ein starker Anstieg der Richtzinsen ist in den kommenden Monaten kaum zu erwarten“, wird Bankenexperte Marc Parmentier im Communiqué zitiert. „Zumal derzeit nichts darauf hindeutet, dass die Europäische Zentralbank das Anleihkaufprogramm beschränken oder gar aufgeben könnte.“ Will die Schweizerische Nationalbank keine weitere Stärkung des Frankens in Kauf nehmen, hat sie laut Comparis kaum Spielraum für Zinserhöhungen.

Lange Laufzeiten dominieren den Markt

Auch im vierten Quartal hat die Nachfrage nach langen Laufzeiten weiter zugenommen, während hingegen kurze und mittlere Laufzeiten weniger gefragt sind. Damit hat sich der Anteil der langen Laufzeiten innert des vergangenen Jahres von rund 76 auf rund 88 Prozent erhöht. Derweil sank im selben Zeitraum der Anteil der mittleren Laufzeiten von 21 auf heute 11 Prozent. Der Anteil der kurzen Laufzeiten ist mit nunmehr mit einem Prozent verschwindend gering.

Die Dominanz der langen Laufzeiten überrasche angesichts der immer noch sehr tiefen Hypozinsen nicht, teilt dazu Comparis mit. Parmentier dazu:  „Viele Hypothekarnehmer gehen offenbar davon aus, dass die Zinsen weiter ansteigen werden und nutzen nun die Gelegenheit, möglichst lange von den attraktiven Zinskonditionen zu profitieren.“ (mai/mgt)