Homegate verzeichnet leicht steigende Mieten

Homegate verzeichnet leicht steigende Mieten

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Die Angebotsmieten sind im Dezember 2012 schweizweit im Durchschnitt um 0,2 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat beträgt die Steigerung 1,2 Prozent. Hinter diesen Durchschnittswerten verbergen sich unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Segmenten und Regionen. 

 

Diese Zahlen basieren auf dem homegate.ch-Angebotsmietindex, der zusammen mit der ZKB erhoben wird. Er misst die monatlichen, qualitätsbereinigten Mietpreis-Veränderungen sowohl für Angebote neuer wie auch bestehender Wohnungen. Ergänzend dazu werden auch die Veränderungen zum Vorjahres-Monat berechnet, die für den Monat Dezember einem Jahresrückblick entsprechen.    

Markante regionale Unterschiede

Mit einer Mietpreissteigerung  für die letzten zwölf Monate von +2,4% ist der Arc Lémanique Spitzenreiter, dicht gefolgt vom Tessin miit +2,2%. Die Mieten in Bern stiegen um 1,6%, in der Region Ostschweiz um 1,7%, in Zürich um 1,2% und in Basel um 0,8%. Abnahmen bei den Angebotsmieten über die letzten 12 Monate verzeichnet lediglich die Zentralschweiz mit –0,9%.  Die durchschnittlichen Steigerungen bei den Angebotsmieten von +1,2% über alle Regionen im 2012 haben sich gegenüber 2011 mit +1,8%. etwas abgeflacht.   

Marginale Unterschiede

Im Zwölf-Monate-Vergleich verzeichnen alle Wohnungssegmente steigende Angebotsmieten. Für neue grosse Wohnungen steigen die Mieten um +1,3 Prozent .Auch die Mieten von alten Wohnungen stiegen um +1,2%. Und bei den kleinen Wohnungen beträgt der Anstieg +1,1 %. Das sind keine markanten Unterschiede. 

Wie geht es weiter?

Die Zuwanderung wird 2013 anhalten. Die Wanderungsbilanz der ständigen Wohnbevölkerung im 2012 mit 70'000 Personen, dürfte auch 2013 etwa ähnlich ausfallen. Der dadurch entstehende Nachfrageüberhang wird durch die Wohnungsproduktion im Umfange von etwa 46'000 Einheiten nicht beseitigt. Der Leerwohnungsbestand bleibt nach wie vor auf tiefem Niveau und entsprechend kurz bleibt auch die Vermarktungsdauer. Ausserdem wird mit einem BIP-Wachstum von ca. +1% bis +1,3% gerechnet (SECO). 

Die Hypothekarzinsen bleiben vorläufig auf ihrem historischen Tief. Und der Referenzzinssatz könnte Mitte 2013 eventuell noch einmal gesenkt werden, zum Beispiel auf 2%. Da und dort niedrigere Bestandesmieten wären die Folge. Trotzdem dürften die Angebotsmieten weiter steigen. Die Fachleute von Homegate rechnen mit bis zu +2%. (mai)